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Leben 16. April 2012

Cancerschool startet mit neuem Programm

Beste Information auch für Laien, das will die Wiener Cancerschool bieten: Das seriöse Wissen wird von den Spezialisten des Comprehensive Cancer Center (CCC) von MedUni Wien und Wiener AKH wieder ab 2. Mai an Laien vermittelt.

"Es geht uns um Laien, Betroffene und deren Angehörige - aber auch um gesunde Menschen, die wir ansprechen wollen. Was sich sehr bewährt hat, sind 'Ausflüge', zum Beispiel in das Strahlentherapiezentrum, auf die Pathologie etc.", sagte die Kursleiterin der Cancer School, die Onkologin Gabriele Kornek (Klinische Abteilung für Onkologie am AKH/MedUni Wien). Im Herbstsemester nahmen im Durchschnitt rund 60 Personen an der Veranstaltungsreihe - an jedem Mittwoch zwischen 18.00 Uhr und 20.00 Uhr im Hörsaalzentrum der MedUni Wien - teil.

Wissen nimmt Angst

Die wöchentlichen Termine bleiben gleich, aber um genügend Plätze für einzelne Veranstaltungen mit besonders vielen "Hörern" zu haben, wird die Veranstaltungsreihe in den kommenden Monaten im etwas größeren Hörsaal 5 stattfinden. Eine persönliche Anmeldung ist für die Planung der Organisatoren erforderlich.

Einen wesentlichen Anteil am Kursprogramm nimmt auch die Psychologie in Anspruch. Die Klinische Psychologin Eva Lehner-Baumgartner betonte, dass es keine "Krebspersönlichkeit" gebe: "Es gibt keine Studie, die das belegt. Aber natürlich, wird eine Depression im Rahmen einer Krebsbehandlung gut behandelt, können die Patienten der Therapie besser folgen. Wissen nimmt die Angst."

Psychologische Hürden

Die Auffassung vieler Menschen, Krebskranke seien in irgendeiner Weise an ihrem leiden zumindest mitschuldig, stelle bloß das Bemühen des Menschen dar, auch für schicksalshafte Ereignisse nach rational begreifbaren Ursachen zu suchen.Ähnlich auch Walter Berger vom Institut für Krebsforschung der MedUni Wien, das als Grundlagenforschungszentrum zur Universitätsklinik für Innere Medizin I (Leiter: Christoph Zielinski) gehört: "Die schwierigsten Fragen (der Teilnehmer an den Kursen, Anm.) haben mit der Psychologie zu tun."

Die modernsten Entwicklungen der Krebsmedizin ließen sich dagegen durchaus einfach und verständlich darstellen. Im Rahmen der Krebs-Schule bedient man sich auch des Programms "Medizin be-greifen" des Vereins "ScienceCenter-Netzwerk". Es versucht, so Geschäftsführerein Barbara Streicher, Laien mit einfachen Modellen medizinische Inhalte durchschaubar zu machen.

Nähere Infos: http://www.cancerschool.at/

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