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Färben mit Weintrauben, Hollunder oder Gelbwurz
 
Leben 7. April 2012

Mit den Farben der Natur

Ostereier aus biologischer Landwirtschaft unterliegen hinsichtlich Farbstoffen einer viel strengeren Regelung. Farben müssen demnach in erster Linie von natürlichen Frucht- oder Gemüsesäften sowie von anderen Pflanzenextrakten (vorzugsweise Bio) stammen (1).
 
Darüber hinaus sind u. a. folgende Farbstoffe und Zusatzstoffe angeführt:

  • Kurkumin (E 100 – aus Gelbwurz)
  • Cochenille (Karminsäure E 120 – aus der Scharlachschildlaus Coccus Cacti)
  • Indigotin (E 132 – nur in der natürlichen Form)
  • Lutein (E 161b – aus Eigelb, Tagetes oder Palmöl)
  • Anthocyane (E 163 – aus Weintrauben, Hollunder, Rotkohl und Preiselbeeren)
  • Betanin (Beetenrot – aus roter Beete)
  • Annato (Bixin E 160 b – wässrige Extrakte aus Samen des Annatobaums)
  • Talkum (E 553 b – feinpulvrige Form des Minerals Talk)
  • Eisenoxide und Eisenhydroxide (mineralische Pigmente - begrenzt bis 31.12.2013)
  • die Überzugsmittel  Bienenwachs, Cellulose, Kopal (ein Baumharz) und Schellack (harzartige Ausscheidungen der weiblichen Gummilackschildlaus Kerria lacca)

Der Zeitraum für die Produktion bunter Bio-Eier ist aufgrund des Erlasses auf die handelsübliche Zeit zu Ostern beschränkt. Natürlich  gelten die allgemein gültigen Regeln des Lebensmittelrechts zum Schutz der VerbraucherInnen vor Täuschung und Irreführung auch für Ostereier.

(1): Nach dem Geltungsbeginn der EU-BIO-Verordnung (Verordnung EG 834/2007) wurde in Österreich ein Erlass mit dem Titel "Traditionelles Färben der Schale gekochter Eier gemäß Artikel 27 Abs. 4" (Erlass GZ BMGFJ – 75340/0008-II/B/7/2009) herausgegeben.

Presse AGES/AN, springermedizin.at

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