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Leben 22. März 2012

Filmkunst Donauspital

Der Film „Donauspital“ von Nikolaus Geyrhalter wird heute auf der Diagonale in Graz präsentiert. Die alltägliche Routine im Spital ist der Kern des Dokumentarfilms. In bester Tradition des Direct Cinema stehend und auf Kommentar, Musik und Interviews verzichtend, beobachtet Nikolaus Geyrhalter das Geschehen in den unterschiedlichen Abteilungen, die sonst vor Patientenaugen verschlossen bleiben: in Konferenzräumen, in den Operationssälen, in der Desinfektion ebenso wie in der Pathologie und der Spitalsküche.

 

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Viele Teile wirken erst als wiederkehrendes Gesamtes und ergeben damit nicht nur ein Bild eines bestimmten Wiener Krankenhauses, sondern zugleich einen allgemeingültigen Film, über monotone Arbeit neben lebensentscheidenden, schicksalhaften Stunden.

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Geyrhalter beobachtet scheinbar unsichtbare Abläufe und setzt sie zueinander in einer inneren Logik in Verbindung: Wenn in der Neonatologie die kleinen Körper der Frühchen hinter den Schläuchen zu verschwinden drohen, kommt der Nacktheit der Toten in der Pathologie eine neue Bedeutung zu.

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Und wenn die kleine Gruppe in der Seelsorge darüber diskutiert, dass man mitten im Gebäude keine Kerzen anzünden dürfe und deshalb Lichter aus Pappe bastelt, erscheint der mit Glühlampen geschmückte Weihnachtsbaum am Gang buchstäblich in einem anderen Licht.


Diagonale - Filmtipp


„Donauspital - SMZ Ost“
22. März um 18.00 Uhr, Schubertkino Graz 
24. März um 13.30 Uhr, KIZ Royal Graz

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