zur Navigation zum Inhalt

Buchtipp

alle Fotos der Diashow stammen aus dem hier vorgestellten Buch

Pollen Terminology

Pollen Terminology

Hesse, M., Halbritter, H., Weber, M., Buchner, R., Frosch-Radivo, A., Ulrich, € 164,95
SpringerWienNewYork, 2009
ISBN 9783211798935

>> Zur online Bestellung

 
Leben 18. März 2012

Kunstvolle kleine Monster: die Pollen, mit Diashow

Ihre Formen sind wunderschön. Der Allergie-Forschung geben sie Rätsel auf. Jetzt soll ein evolutionärer Ansatz für neue Impfstoffe sorgen.

Rund 400.000 Österreicher sind von Birkenpollen-Allergie betroffen. Bei 86 Prozent tritt zusätzlich ganzjährig ein Nahrungsmittelallergie auf. Die bisher verwendeten Impfstoffe helfen gegen das Birkenpollen-Allergen, aber nur selten bei Kreuzallergien.

 

Deshalb forscht Dr. Barbara Bohle vom Institut für Pathophysiologie und Allergieforschung der MedUni Wien an einer neuen, wirksameren Generation an Impfstoffen. Dafür wird nur das reine Allergen – statt des konventionellen Proteingemisches – verwendet.

Die Grundlage für den neuen Therapieansatz stammt von Heimo Breiteneder. Ihm gelang der Nachweis, dass das Birkenpollen-Allergen zu einer übergeordneten „Superfamilie“ von Molekülen mit gleicher Molekülstruktur gehört: „Aufgrund der Evolution von einem gemeinsamen Vorläufer her sind die heute rund 16.000 bekannte Vertreter dieses Molekültyps in Bakterien, Pflanzen und Tieren weit verbreitet. Allerdings wirken nur rund zehn davon als Allergen. Neben dem Birkenpollen-Allergen unter anderem auch das im Apfel enthaltene Allergen.“

Breiteneder nimmt an, dass ein Vorläufer des Birkenpollen-Allergens „Bet v 1“ in früher Vorzeit für den Organismus eine Gefahr darstellte, auf die sofort reagiert werden musste. „Die Nahrungsmittelallergien sind sozusagen die Ausläufer dieses Mechanismus, der vom Birkenpollen-Allergen angeschalten wird.“ Der Experte weiter: „Bestätigt sich diese Annahme, wäre das ein weiterer wesentlicher Schritt, um die Ursachen für das Entstehen von Allergien zu verstehen.“

Die faszinierende Welt der "Micromonster" in einer Diashow:

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben