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Leben 5. März 2012

Größtes mitteleuropäisches Perinatalzentrum in Wien

Das Perinatalzentrum im AKH Wien ist eines der größten derartigen Zentren in Europa. Jetzt wurde eine weitere Einheit mit geburtshilflichen Stationen und einer Station mit zwölf zusätzlichen neonatologischen Intermediate Care-Betten auf einer gemeinsamen Ebene geschaffen. Damit wird nicht nur die Versorgung von frühgeborenen Kindern weiter verbessert, sondern auch die direkte Betreuung durch die Mütter erleichtert.

 

Mutter und Kind


"Mütter und frühgeborene Kinder können damit auf derselben Ebene im AKH aufgenommen werden und, sofern es der Gesundheitszustand der Mutter zulässt, kann diese bei ihrem Frühgeborenen die Betreuung des Kindes gemeinsam mit den Kinderschwestern übernehmen", erklärt Peter Husslein, Leiter der Universitätsklinik für Frauenheilkunde von AKH und MedUni Wien.

Bedarf ist gestiegen

Diese Erweiterung ist eine Folge der hohen Zahl an Frühgeborenen in Österreich und der Zentralisierung bei der Behandlung von Frühgeborenen, verbunden mit dem verbesserten Überleben und den dadurch knappen neonatologischen Bettenressourcen. "Mit der Erweiterung tragen wir dem gesteigerten Bedarf Rechnung", sagt Arnold Pollak, Leiter der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde.

Extrem unreife Frühgeborene


Im Jahr 2010 wurden am AKH Wien 2.604 Kinder geboren, 12,5 Prozent (326) waren Frühgeburten vor der 34. Schwangerschaftswoche und davon 92 sehr unreife Frühgeborene zwischen Schwangerschaftswoche 23 und 27, das bedeutet 17 bis 13 Wochen vor dem eigentlichen Geburtstermin. Angelika Berger, stv. Leiterin der Klinischen Abteilung für Neonatologie, Pädiatrische Intensivmedizin und Neuropädiatrie. "Das ist eine sehr hohe Zahl. Im deutschsprachigen Raum gibt es kein zweites Zentrum, das eine derartige Anzahl extrem unreifer Frühgeborener versorgt."

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