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Foto: dominiquelandau / photos.com
Typischerweise kommen in der spanischen Küche Oliven- und Sonnenblumenöl reichlich zum Einsatz.
 
Leben 13. Februar 2012

Freispruch für Frittiertes

Auswahl des Öls aber entscheidend.

In einer spanischen Kohortenstudie konnte kein Zusammenhang zwischen Frittiertem und einem Herzleiden hergestellt werden. Entscheidend ist den Wissenschaftlern zufolge jedoch, welches Fett verwendet wird.

 

Für die Studie wurden 40.757 Erwachsene zu ihrer Ernährung befragt. Ermittelt wurde, was die Teilnehmer in einer normalen Woche aßen und wie es zubereitet war. Zu Beginn der elf Jahre dauernden Studie wies niemand Symptome einer Herzerkrankung auf. Am Ende waren 606 Herzerkrankungen aufgetreten und 1.134 Teilnehmer verstorben.

Es konnte kein erhöhtes Risiko für eine Herzerkrankung oder vorzeitigen Tod festgestellt werden. Die Forscher betonen jedoch, dass sich diese Forschungsergebnisse auf die typische Küche Spaniens beziehen, in der Oliven- und Sonnenblumenöl reichlich zum Einsatz kommen. Schweine- und andere Fette, die zum Frittieren verwendet werden, sind damit nicht entlastet und bleiben in Bezug auf die Gesundheit des Herzens kritisch.

In einem begleitenden Artikel betont Michael Leitzmann von der Universität Regensburg, dass es keine Beweise dafür gebe, dass Frittiertes für das Herz generell schlecht sei. Die Studie zeige, dass spezifische Aspekte wie die Ölsorte und auch andere Bereiche der Ernährung von Bedeutung seien.

 

Guallar-Castillón, P. et al.: Consumption of fried foods and risk of coronary heart disease: Spanish cohort of the European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition study. BMJ 2012;344:e363; doi:10.1136/bmj.e363

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