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Foto: Hemera Technologies / photos.com
 
Leben 9. Februar 2012

Endlich weg vom Nikotin

Gsünder ohne Tschik

Gute Vorsätze mit großer Wirkung: Dass viele Menschen das neue Jahr mit guten Vorsätzen beginnen, ist bekannt. Dass die Apotheken genau diesen Vorteil für Raucherberatungswochen nützen, wirkt.

Im vergangenen Jahr wurde innerhalb der Beratungswochen jedes nicorette- Produkt zur Nikotin-Ersatztherapie um € 3.- günstiger abgegeben. Über 50.000 Aufhörwillige haben diese Angebot genützt. Deshalb gab es auch heuer wieder zwischen dem 27. Dezember und 31. Jänner die Aktion in Österreichs Apotheken.

Chance steigt

„Sie sind Raucher, nach Silvester hochmotiviert, damit aufzuhören und bereit, für den Erfolg Geld auszugeben“, bringt der Sozialmediziner Dr. Michael Kunze die Sache auf den Punkt. Über 50 Prozent der Raucher, so die Datenlage, wollen mit dem Laster aufhören. „Die Chance, rauchfrei zu bleiben, steigt mit Nicotinersatz um das bis zu Dreifache“, erklärt Dr. Ernest Groman. Seine Erfahrungen gewinnt Groman im Nikotin-Institut, wo er täglich Menschen aus der Sucht begleitet.

Seine Patientendaten belegen die tatsächliche Wirkung. Neben der regelmäßigen Teilnahme an den Beratungsterminen und einer geringen Abhängigkeit zählt die Nikotinersatztherapie zu den Top-Erfolgsfaktoren für einen langfristigen Rauchstopp. „Die Nikotinersatztherapie ist ganz klar ein wesentlicher Prädiktor.“

Die flächendeckende Präsenz der Apotheken sorgt für eine bestmögliche Beratungskompetenz und erhöht so die Erfolgsrate beim Rauchstopp zusätzlich: „Wir wissen nicht, ob wir den Erfolg von 50.000 Kunden heuer wieder erreichen können“, so Dr. Christiane Körner, Vizepräsidentin der Österreichischen Apothekerkammer, zur positiven Bilanz aus dem Vorjahr, „aber unser Ziel ist es natürlich schon.“ Umso mehr verwundert es, dass die erfolgreiche „Raucherberatung in den Apotheken“ noch keine Nachahmer in anderen europäischen Staaten gefunden hat.

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