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Leben 6. Februar 2012

MedUni Graz auf der Suche nach Biomarkern

Im neu eröffneten Kompetenzzentrum zum Projekt "BioPersMed" an der Medizinischen Universität Graz suchen Experten nach Biomarkern, um in Zukunft die Diagnostik und Therapie individueller zu gestalten. Ideal wäre es, die Entstehung von Erkrankungen bereits vor dem Ausbruch zu entdecken, wie zum Beispiel von Herzkreislauferkrankungen, Diabetes oder Osteoporose.


Personalisierte Therapie


"Derzeit werden Patienten mit ähnlich gelagerter Diagnose einheitlich behandelt - im Wesentlichen auf Basis statistischer Ergebnisse aus klinischen Studien. Da Menschen aber auf Behandlungen unterschiedlich ansprechen, kann in manchen Fällen eine Therapie wirkungslos bleiben", schilderte Barbara Obermayer-Pietsch, Leiterin des Großprojektes "BioPersMed" (Biomarkers for Personalized Medicine in Common Metabolic Disorders) an der Med-Uni Graz die Zielrichtung.

Ihr Ziel ist, dass in Zukunft sowohl die Diagnose als auch die Behandlung "personalisierter", das heißt auf den jeweiligen Patienten persönlich zugeschnitten gestaltet wird.


Endokrinologie, Hepatologie und Kardiologie


In Graz spezialisiert man sich auf die Bereiche Endokrinologie und Stoffwechsel sowie Leber- und Herzkrankheiten. Am Montag wurde ein entsprechendes Studienzentrum in der Billrothgasse, in dem zugleich kardiologische, endokrin-metabolische und hepatologische Abklärungen an einem Ort durchgeführt werden können, eröffnet.

"Dadurch werden neue Vernetzungen der Fachgebiete ermöglicht", so die Stoffwechsel-Expertin. Neben den Untersuchungen an Probanden stellt die Biobank der Med-Uni Graz eine weitere Forschungsgrundlage dar: Über vier Millionen genau charakterisierter Proben stehen für Studien und Vergleichszwecke bereit.


Im Projekt im Rahmen der K-Projekte der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) arbeiten Forschungseinrichtungen wie u.a. die TU Graz , das Joanneum Research oder die Ludwig Boltzmann Gesellschaft sowie biomedizinische Unternehmen zusammen. Für die Forschungsvorhaben stehen bis 2015 rund 6,9 Mio. Euro zur Verfügung.

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