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Leben 6. Februar 2012

Extreme Feinstaubbelastung durch Kälte

Die anhaltende trockene Kälte lässt die Feinstaub-Pegel in die Höhe schnellen: Laut Verkehrsclub Österreich (VCÖ) war dabei Graz erneut negativer Spitzenreiter. In der steirischen Landeshauptstadt wurde die erlaubte Höchstmarke an neun der vergangenen zehn Tagen übertroffen, in Wien an allen der vergangenen sieben Tage.

Feinstaub länger in der Luft


"Das Wetter verursacht keinen Feinstaub, es ist jedoch entscheidend, ob der Feinstaub länger in der Luft bleibt oder nicht. Die Verursacher sind Verkehr, Industrie und Heizungen", betonte Bettina Urbanek vom VCÖ. Trockene Kälte sei für die Luftqualität "ungünstig".

Laut VCÖ ist die Feinstaub-Belastung ist derzeit der Maßnahmen zur Bekämpfung des Feinstaubes hätten demnach eine besonders positive Wirkung auf die Gesundheit: Der vom Verkehr verursachte Feinstaub ist (im Unterschied zu jenem aus der Industrie) bodennah und wird in der Stadt unmittelbar dort emittiert, wo Menschen wohnen. Zudem sind die Dieselrußpartikel der Verkehrsabgase aufgrund ihrer Kleinheit um ein Vielfaches gesundheitsschädlicher als grobkörniger Feinstaub.

Umstieg auf Öffentlichen Verkehr


Besonders gefährdet sind Kinder: Ihre Lunge befindet sich im Wachstum, Kinder haben eine höhere Atemfrequenz und atmen somit mehr Schadstoffe ein, hieß es in einer VCÖ-Aussendung. Der VCÖ fordert verstärkte Anreize für den Umstieg vom Auto auf Öffentliche Verkehrsmittel. So sollen Betriebe und Unternehmen - so wie etwa in Deutschland - die Möglichkeit erhalten, allen Beschäftigten eine Jahreskarte für den Öffentlichen Verkehr geben zu können, ohne dass für diese zusätzlich Sozialabgaben und Steuern zu bezahlen sind. In Österreich besteht seit einem Jahr diese Möglichkeit nur für Beschäftigte, die einen Arbeitsweg von mehr als 20 Kilometer haben.

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