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Leben 19. Jänner 2012

Armut trotz Vollzeitjob

Volkshilfe unterstützt AK-Forderungen nach fairen Kollektivverträgen und tritt für gesetzlichen Mindestlohn ein. Immer mehr Menschen können trotz Arbeit finanziell nicht überleben. Vier von zehn Mindestsicherungsbezieher leiden unter gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Arbeit schützt nicht vor Armut und hat immer weniger Integrationskraft, denn niedrig bezahlte Erwerbsarbeit ist nur selten ein Ausstieg aus der Armut.


Armutsspirale


"Wer einmal in der Armutsspirale gefangen ist, kommt trotz Beschäftigung selten wieder heraus. Dass Menschen in unserem Land, obwohl sie 40 Stunden arbeiten , so wenig verdienen, dass sie armutsgefährdet sind, ist eine Schande", sagt der der Volkshilfe Präsident Univ. Prof. Dr. Josef Weidenholzer. Viele arbeiten in unterbezahlten Branchen oder haben nicht das ganze Jahr über eine durchgehende Beschäftigung, sodass ihr Einkommen unter der Mindestsicherung von 774 Euro liegt.


Die Volkshilfe unterstützt deshalb Forderungen der Arbeiterkammer nach neuen Kollektivverträgen und geht noch einen Schritt weiter: "Wir brauchen existenzsichernde Beschäftigungsverhältnisse und fordern deshalb einen gesetzlichen Mindestlohn", so der Volkshilfe Präsident.


Erschreckende Zahlen


173. 000 Menschen in Österreich müssen unter Sozialhilfebedingungen leben, darunter 40 Prozent Kinder. Damit hat sich die Zahl der Menschen, die Sozialhilfe beziehungsweise Mindestsicherung beziehen, seit den 1990-er Jahren mehr als verdoppelt.

Vier von zehn Mindestsicherungsbezieher leiden unter gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Vor allem die steigenden Lebenshaltungskosten beim Wohnen wirken sich bei geringem Einkommen überproportional stark aus.

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