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Foto: A. Ginzel
Prof. Dr. Herbert Pietschmann war Vorstand des Instituts für theoretische Physik, Uni Wien
 
Leben 10. Jänner 2012

Nachgefragt

Herr Professor, wann ist Ihrer Meinung nach ein Arzt ein guter Arzt?

Auf diese Frage wurde eine gute Antwort gefunden, ich glaube, es war in Amerika. Klar war: Die Noten bei den Prüfungen während des Studiums haben keinen Aussagewert. Und: Der Umgang mit dem Patienten ist schlecht zu messen und was die Angehörigen sagen, das ist sehr subjektiv. Also haben sich die Forscher in Amerika gesagt: Wir fragen die Kollegen, die Schwestern und die Patienten, wen sie für einen guten Arzt halten – und wo es zu Übereinstimmungen kommt, da kann man davon ausgehen, dass das wirklich ein guter Arzt ist. Es hat sich gezeigt, dass mit den Noten bei den Prüfungen überhaupt keine Korrelation besteht – auch keine negative, Gott sei Dank. Also: Gute Studenten werden nicht mit Sicherheit gute Ärzte. Gute Studenten werden aber auch nicht mit Sicherheit schlechte Ärzte.

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