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Leben 28. November 2011

Feuerwehr: Training gefährlicher als Einsätze

Die Brandbekämpfung ist nur für jede zehnte Verletzung verantwortlich. Feuerwehrleute verletzen sich im Training weit eher als bei Einsätzen. Das berichten Forscher um Gerald Poplin von der University of Arizona  in der Zeitschrift "Injury Prevention". Nur jede zehnte Verletzung geschieht bei der Brandbekämpfung, wenngleich hier eher ernsthafte Verletzungen zustande kommen. Das zeigt die Datenanalyse von 650 Bediensteten in 21 Feuerwehrstationen der Stadt Tucson, Arizona zwischen 2004 und 2009.


Gefahr im Sport


Der gefährlichste Moment ist für Feuerwehrleute das Sporttraining, das außer der Konditionssteigerung eigentlich vor Unfällen im Einsatz schützen sollte: Jede dritte Verletzung passiert hier, gefolgt vom Patiententransport (17 Prozent) und Einsatzsimulationen. Insgesamt zeigten die untersuchten Feuerwehrleute ein sehr hohes Verletzungsrisiko von jährlich 17,7 Prozent, wobei vor allem die Gruppe der 30- bis 40-Jährigen betroffen ist. Die häufigsten Verletzungsarten sind Verstauchungen und Zerrungen.

Übergewicht und mangelnde Fitness werden auch bei den Brandhelfern in Europa zunehmend diagnostiziert. Vor rund einem Jahr wurde das Thema im Symposium „Feuerwehrfitness und -diagnostik" eingehend beleuchtet. Die Ärzte Woche hat berichtet.

Presetext/AN, springermedizin.at

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