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Almaz und Karlheinz Böhm in Äthiopien
 
Leben 14. November 2011

Almaz Böhm übernimmt Arbeit ihres Mannes

Anlässlich des 30-jährigen Bestehens seiner Hilfsorganisation Menschen für Menschen legt Karlheinz Böhm seine Arbeit in die Hände seiner Frau. Almaz Böhm, seit über zwanzig Jahren für die Organisation tätig, ist die erste Frau aus einem Nehmerland, die an der Spitze einer renommierten Hilfsorganisation in Europa steht. Karlheinz Böhm wird als Ehrenvorsitzender die Arbeit von Menschen für Menschen weiterhin beratend begleiten.

Es gibt noch viel zu tun

Almaz Böhm ist seit vielen Jahren engste Beraterin von Karlheinz Böhm und hat in den vergangenen Jahren mehr und mehr die Verantwortung für die Organisation übernommen. "Die Fortsetzung der langjährigen Tätigkeit meines Mannes ist eine Herausforderung, der ich mich voller Stolz und Dankbarkeit für das bisher Erreichte stellen werde. Es gibt noch unendlich viel zu tun, damit sich die nach wie vor schwierige Lage für viele Menschen in meinem Heimatland weiter verbessert", so Almaz Böhm anlässlich der Ernennung zur Vorstandsvorsitzenden.

Agrarexpertin Almaz Böhm  

Almaz Böhm, 1964 in Jijiga im Osten Äthiopiens geboren, arbeitetenach ihrem Studium am Agricultural College in Awassa ab 1986 als Abteilungsleiterin und Viehzuchtexpertin bei Menschen für Menschen, wo sie ihren späteren Mann kennen lernte. Im Jahr 1999 wurde Almaz Böhm zur stellvertretenden Vorsitzenden des Vereins in Österreich gewählt. Ab 2008 war sie geschäftsführender Vorstand.

Als Äthiopierin und Agrarexpertin kennt Almaz Böhm die Lebensumstände der Landbevölkerung genau und setzt sich gemeinsam mit Karlheinz Böhm unermüdlich für die notleidenden Menschen in Äthiopien ein. Zusammen mit ihm und den beiden gemeinsam Kindern lebt sie in Österreich, verbringt aber auch mehrere Monate im Jahr in Äthiopien.

Es begann vor 30 Jahren bei "Wetten dass..."  

Karlheinz Böhms Engagement für die Menschen in Äthiopien begann vor 30 Jahren, am 16. Mai 1981, in der dritten "Wetten,dass...?"-Sendung. Geschockt über die schrecklichen Bilder des Hungers in Afrika wollte er aktiv etwas gegen die Not in der Sahelzone tun. Getrieben von Wut über die Ungerechtigkeit zwischen Arm und Reich, handelte er und legte mit seiner legendären Wette die Grundlage für seine Äthiopienhilfe.

600.000 Euro für den Start

Karlheinz Böhm wettete damals, "dass nicht jeder dritte Zuschauer einen Franken, eine Mark ode rsieben Schilling für die notleidenden Menschen in der Sahelzonespendet". Zwar gewinnt er die Wette, doch kommen immerhin 1,2 Millionen Mark (etwa 600.000 Euro) zusammen. Von der Spendenbereitschaft der Menschen bewegt, reiste Karlheinz Böhm im Oktober 1981 zum ersten Mal nach Äthiopien und besuchte damals 1500 Halbnomaden in einem Flüchtlingslager im Osten des Landes.

Die Ansiedlung dieser und anderer Flüchtlinge in vier neue Dörfer imErer-Tal war das erste Projekt des am 13. November 1981 gegründetenVereins Menschen für Menschen.

Das Ergebnis der nachhaltigen Entwicklungsarbeit

In diesen 30 Jahren hat die Hilfsorganisation mit der Verknüpfungvon Maßnahmen in den Bereichen Wasserversorgung, Landwirtschaft, Bildung, Infrastruktur, Gesundheit und Frauenförderung über 4,5 Millionen Menschen in dem ostafrikanischen Land die Chance auf ein besseres Leben ermöglicht, rund 5.000 Hektar Land wiedernutzbar gemacht, 1.600 neue Brunnen gebohrt und 285 Schulen gebaut. Die Projektgebiete erstrecken sich heute auf über 50.000Quadratkilometer, was in etwa zwei Drittel der Fläche Österreichsentspricht.

www.mfm.at

 

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