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Eine Online-Termin-Terminvergabe entlastet nicht nur das Praxisteam, sondern erspart auch Patienten minutenlanges Verharren in der Warteschleife.
 
Leben 24. September 2011

Online-Terminvergabe noch mit Vorsicht beäugt

Internetpräsenz ist vielen niedergelassenen Ärzten wichtig. Auch nutzen sie dieses Medium in der Praxis. Bei der Online-Terminvergabe besteht jedoch noch eine gewisse Skepsis.

Für immer mehr niedergelassene Ärzte ist die eigene Internetpräsenz die wichtigste Marketingmaßnahme der Praxis. Wenn es aber um die Chancen der Online-Terminvergabe für Patienten geht, sind Ärzte noch eher zurückhaltend. Das hat eine Umfrage der Stiftung Gesundheit ergeben.

 

Immer mehr Aufgaben werden über das Internet erledigt. Warum also nicht auch den Arzttermin bequem online über die Praxis-Homepage vereinbaren? Dies würde die Anrufe in der Praxis verringern und das Praxisteam entlasten. Gleichzeitig bedeutete es einen besseren Service für die Patientinnen und Patienten, da diese so etwa nicht minutenlang in einer Warteschleife am Telefon verbringen müssten.

Trotzdem hat sich die Online-Terminvergabe in Arztpraxen noch nicht durchgesetzt. Dies hat eine Befragung unter 461 Ärzten zum Thema „Ärzte im Zukunftsmarkt Gesundheit 2010“ der Stiftung Gesundheit ergeben. Nur 14 Prozent der niedergelassenen Ärzte bieten ihren Patienten die Online-Terminvergabe bereits an, obwohl mehr als drei Viertel der Ärzte die Möglichkeit, Termine online im Internet zu vergeben, kennen.

Angst vor Termin-Wirrwarr

Rund 56 Prozent der befragten niedergelassenen Ärzte, Zahnärzte und psychologischen Psychotherapeuten sehen in der Online-Terminvergabe einen Service für ihre Patienten. Etwa ein Viertel (24 Prozent) kann sich durchaus vorstellen, dass das Praxispersonal dadurch entlastet wird und ist sogar der Meinung, dass diese Art der Terminvereinbarung die Zukunft sein wird (22,4 Prozent). Dennoch wartet über die Hälfte der befragten Ärzte erst einmal ab und bietet eben noch keine Online-Terminvergabe an.

Gründe für die abwartende Haltung sind unter anderem, dass etwa ein Drittel der Meinung ist, dass Termine, die online vereinbart wurden, mit konventionell ausgemachten Terminen kollidieren oder sogar Termine doppelt vergeben werden könnten (22,1 Prozent). Unsicherheit besteht auch beim Thema Datenschutz (27,1 Prozent). Und etwa 30 Prozent der Ärzte sehen bislang keinen optimalen Kosten-Nutzen-Aufwand, dafür aber einen hohen technischen Aufwand (17,4 Prozent).

Ärzte im Netz unterwegs

Gleichzeitig nutzen Ärzte aber selbst die Vorteile des Internets in der Praxis: 80 Prozent erledigen ihre Bankgeschäfte mittlerweile online und etwa 60 Prozent kaufen ihr Verbrauchsmaterial für die Praxis über das Internet ein.

Auch stellt für fast 70 Prozent der niedergelassenen Ärzte die eigene Internetpräsenz die wichtigste Marketingmaßnahme für die Praxis dar. Ungern über das Internet erledigt werden laut Umfrage Aufgaben im Bereich Buchhaltung und Personalverwaltung. Und immerhin 8,8 Prozent der niedergelassenen Ärzte gaben an, dass sie überhaupt keinen Online-Service in der Praxis nutzen. ÄZ

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