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Wer sich ins Weltall vorwagt, muss damit rechnen, vor seinen Schöpfer zu treten. Jedenfalls wenn er der Held von Maurers neuem Comic ist.
Foto: Privat

Leopold Maurer, Freischaffender Künstler in den Bereichen Animation, Cartoon, Comic und Illustration, Mitglied der Comicgruppe mixer. Lebt und arbeitet in Wien und Trautmannsdorf.

 

Mann am Mars
Leopold Maurer
80 Seiten, 19 Euro
Verlag Luftschacht
ISBN 9783902373687

Er ist der erste Mensch auf dem Mars, seine einzig reale Gesellschaft eine Schildkröte namens Darwin. Und kann man überhaupt von erfüllenden Aufgaben sprechen, so sind dies das Beobachten von Marsgestein – eine durchaus monotone Tätigkeit – und, den Sponsoren dieser Mission verpflichtet, das Betreiben einer Tankstelle. Doch schon bald stellt sich die unterschiedlichste Gesellschaft ein: tankende Außerirdische, verhasste Arbeitskollegen, der ewiggestrige Großvater und angeblich sitzt sogar Gott hinter einem der Hügel.

 
Leben 25. Mai 2011

Faszination des Unentdeckten

Der neue Comic von Ärzte-Woche-Cartoonist Leopold Maurer erzählt die Geschichte einer Weltall-Expedition.

Geneigten Lesern der Ärzte Woche sind die Cartoons von Leopold Maurer längst bekannt. Mit einem leichten Hang zum Absurden werden darin wöchentlich die Mühen und Freuden des Arztberufs aufs Korn genommen. In seinem soeben erschienenen Comic Mann am Mars erzählt Maurer die tragikomische Geschichte eines Mars-Forschers, der auf seiner Mission zunehmend auf sich selbst gestellt ist.

 

Sie haben früher auch Soziologie studiert. Wie kamen Sie zu der Kunst?

Maurer: Eigentlich habe ich schon immer gezeichnet. Gleich nach der Matura versuchte ich, auf die Hochschule für angewandte Kunst zu kommen, schaffte aber nicht die Aufnahmeprüfung. Um die Zeit zu überbrücken, sozusagen, habe ich dann Soziologie studiert. Die Lust am Zeichnen ist mir aber geblieben, und Jahre später habe ich dann die Aufnahmeprüfung an der Akademie der bildenden Künste bestanden.

 

Sind Ihre Comics und Cartoons in gewisser Weise angewandte Soziologie?

Maurer: Das Studium der Soziologie hat mir neue bzw. andere Sichtweisen des menschlichen Verhaltens nähergebracht. Durch die Soziologie habe ich eine objektivere Sicht auf gesellschaftliche Vorgänge gewonnen – vielleicht ist es das, was auch in meine Cartoons einfließt.

 

Was hat Sie auf das Thema Mars-Expedition gebracht?

Maurer: Mich haben Entdecker schon immer fasziniert, sei es, dass sie neue, unerforschte Gebiete entdeckt haben wie Columbus, sei es, dass sie neue wissenschaftliche Erkenntnisse gewonnen haben wie Darwin.

Der Mars ist ein Planet, der in der fernen Zukunft von Menschen sicher noch erforscht werden wird, aber jetzt noch diese Faszination des Unentdeckten und Geheimnisvollen ausstrahlt.

 

Der Mann am Mars ist ja großes Kino: Welche Vorbilder hatten Sie dabei?

Maurer: Ich mag Film an und für sich und schau mir (fast) alles an, was so läuft, vom Arthouse-Film über amerikanische Serien bis zu Hollywood-Blockbustern. Zudem mache ich ja auch selbst Animationsfilme, allerdings in den letzten Jahren (leider) keine Eigenproduktionen. Ein Regisseur, den ich sehr, sehr schätze, ist Stanley Kubrick, was natürlich bei Mann am Mars nicht verborgen bleibt.

 

Gibt es schon Pläne für einen neuen Comic?

Maurer: Ja, die gibt es. Vielleicht wird es diesmal eine zutiefst österreichische Geschichte, aber das wird sich noch weisen.

 

Vielleicht auch einmal eine medizinische Story?

Maurer: Vielleicht auch mal eine medizinische Story, die dann als Fortsetzungscomic in der Ärzte Woche erscheint (lacht).

 

Das Gespräch führte Patricia Herzberger

 

www.leopoldmaurer.com 

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