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Leben 15. Dezember 2010

3000 Kreuze vor dem Parlament

Großer Aktionstag gegen die Budgetkürzungen bei Entwicklungshilfe "Die Kraft des Parlaments ist die letzte Chance, die schrecklichen Kürzungsvorhaben in der Entwicklungszusammenarbeit zu verhindern", schreiben Caritas-Präsident Franz Küberl, Ex-Finanzminister Ferdinand Lacina und Franz Fischler, Vorsitzender des Ökosozialen Forums, in einem offenen Brief an die österreichischen Nationalratsabgeordneten.

Die Regierung will bis 2014 das Budget für die operative Entwicklungszusammenarbeit um ein Drittel kürzen. Ingesamt geht es um 83 Millionen Euro. Mit diesem Geld könnte die Ernährung von 900.000 Menschen langfristig gesichert und damit 3.000 Kinder vor dem Hungertod gerettet werden. Mehr als 30 Entwicklungshilfeorganisationen, dürfen und wollen diese unmenschlichen Kürzungen nicht hinnehmen und organisierten daher einen großen Aktionstag vor dem Parlament mit 3000 Holzkreuzen - symbolisch für all jene Kinder in Entwicklungsländern, deren Leben durch das verantwortungslose Handeln der österreichischen Regierung gefährdet ist.

"Was mich sehr schmerzt, ist das Kürzen in der Entwicklungszusammenarbeit", sagte Bundespräsident Heinz Fischer in einem ORF-Interview nach der Budgetrede von Finanzminister Josef Pröll. Die drastischen Kürzungen der staatlichen Entwicklungshilfe bedeuten für hunderttausende Menschen in den ärmsten Ländern der Welt eine gefährliche Herabsetzung der Überlebenschancen.

In den nächsten vier Jahren sollen 83 Millionen Euro bei der Entwicklungshilfe gekürzt werden. Mit diesem Geld könnte die Ernährung von 900.000 Menschen langfristig gesichert und damit 3.000 Kinder vor dem Hungertod gerettet werden. Diese Kürzungen sind nicht nur unmenschlich, sondern widersprechen auch den internationalen Verpflichtungen, die Österreich in den vergangenen Jahren eingegangen ist.

Aktion im Web: http://www.3000kinderleben.at/

red/presse

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