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Leben 6. Oktober 2010

Runden drehen für die Krebsforschung

Zum vierten Mal wird dieses Wochenende „laufend“ für die onkologische Forschung der MedUni Wien gespendet.

Am Samstagvormittag heißt es in Wien für Läuferinnen und Läufer wieder: Jede Runde zählt! Denn je weiter die Hobbysportler laufen, desto mehr wird an onkologische Forschungsprojekte gespendet. Das „erlaufene“ Geld wird heuer für die Entwicklung von Bio-Markern zur Verfügung gestellt, mit denen beurteilt werden kann, wer auf welche Chemotherapie anspricht.

 

Mit einer Spende von zehn Euro geht es für die Läuferinnen und Läufer an den Start. Sponsoren aus Wirtschaft, Politik und Forschung vergüten zudem jede gelaufene Runde ihrer Lauf-Teams mit weiteren fünf Euro.

Im vergangenen Jahr nahmen rund 2.000 Menschen am Krebsforschungslauf teil, wobei nicht alle im herkömmlichen Sinn laufend unterwegs waren: Etliche Teilnehmer waren mit Nordic-Walking-Stöcken anzutreffen, und manche spazierten gemütlich ein paar Runden mit – auch das zählte selbstverständlich. Dieses Jahr werden die erlaufenen Spendengelder in die Bio-Marker-Forschung investiert. Somit sollen Krebspatienten künftig medikamentöse Therapien mit hohen Nebenwirkungen, aber ohne Nutzen erspart bleiben. Schließlich wirken Chemotherapie und medikamentöse Therapien nicht bei allen Patienten. Ein Ziel der Krebsforschung ist daher, jedem Patienten eine individualisierte Diagnose und Therapie zu bieten, etwa indem Marker bereitgestellt werden, die vorhersagen können, wann eine bestimmte Therapie sinnvoll ist und wann nicht.

Die Initiative Krebsforschung MedUni Wien wurde von Prof. Dr. Christoph Zielinski, Prof. Dr. Michael Micksche und Prof. Dr. Ulrich Jäger ins Leben gerufen.

Der Krebsforschungslauf findet am 9. Oktober von 10:00–14:00 Uhr am Universitätscampus im Alten AKH (Hof 2) 1090 Wien, Alserstraße 2, statt. Der Einstieg ist jederzeit möglich. Läuferinnen und Läufer können sich direkt vor Ort anmelden.

Weitere Informationen:

www.meduniwien.ac.at/krebsforschungslauf

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