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Leben 11. Juni 2010

Hitzetipps von RK-Chefarzt

Grundsätzlich ist es ratsam an besonders heißen Tagen keine körperlich schweren Tätigkeiten oder Sport zu betreiben. Weite, luftige und helle Kleidung, Aufenthalt im Schatten und leichtes Essen machen die Hitze leichter erträglich. Das klingt selbstverständlich, ist es aber nicht. Chefarzt Dr. Wolfgang Schreiber vom Österreichischen Roten Kreuz hat die wichtigsten Hitzetipps hier zusammen gefasst:

  • Auch kurzzeitige Aufenthalte in stehenden Fahrzeugen können für Kleinkinder und Tiere gefährlich werden; die Temperatur steigt hier sehr schnell auf über 50 Grad an.
  • Pro Tag sollten mindestens 2-3 Liter Flüssigkeit getrunken werden – möglichst Mineralwasser oder verdünnte Fruchtsäfte, aber keinesfalls Alkohol oder koffeinhaltigen Getränke (z.B. Kaffee, Cola); außerdem sollte leichte Kost auf dem Speiseplan stehen.
  • Körperliche Anstrengungen (vor allem im Freien) sollten vermieden bzw. an den Tagesrand (morgens, abends) gelegt werden.
  • Im Schatten bleiben! Wer in der prallen Sonne liegt, riskiert neben Sonnenbrand auch Hautkrebs und Kollaps.
  • In der Sonne sollte stets eine Kopfbedeckung getragen werden – dies gilt besonders für Kinder und Babies.

"Wichtig ist es, auf die Signale des Körpers zu hören – wenn der Mund trocken wird, ein Gefühl von Schlappheit einsetzt, Kopfschmerzen, Schwindel oder Krämpfe in Armen oder Beinen auftreten, sollte man in den Schatten gehen, sich hinlegen und die Beine hoch lagern und Wasser trinken. Ein feuchtes kaltes Tuch auf den Kopf gelegt ist meist sehr angenehm," so Schreiber.

Erste Hilfe Tipps

Kommt es dennoch zu Krämpfen (Arme, Beine), Schwindel, Schwächegefühl, sehr roter oder sehr blasser Haut, so besteht die Gefahr bis hin zum Kreislaufkollaps.

  • Patienten in den Schatten bringen.
  • Der Oberkörper sollte erhöht gelagert werden.
  • Kleidung möglichst lockern oder öffnen.
  • Den Patienten kühlen (feuchte Umschläge auf den Kopf geben) und zu trinken geben (Mineralwasser).
  • Notruf wählen: 144

 

Bei einer Hitzewelle sollte man auch auf seine Mitmenschen achten – besonders ältere Menschen können Hilfe brauchen.
Zögern Sie nicht, die Rettung zu rufen, wenn jemand aufgrund der Hitze medizinische Hilfe braucht!

Presse Rotes Kreuz/red

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