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Leben 8. März 2010

Weltfrauentag 2010

Die gute Nachricht zum Weltfrauentag: Der Anteil der Akademikerinnen steigt. Die schlechte Nachricht: Der Frauenanteil in wissenschaftlichen Toppositionen ist noch immer sehr gering. Die neue Nachricht: Österreichs Medizinische Universitäten erklären in Presseaussendungen, dass sie Frauen aktiv fördern wollen. 

Heute studieren bereits mehr Frauen als Männer. 53,3 Prozent der Studenten waren 2009 weiblich, so die Statistik des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung. Der Anteil der Professorinnen liegt zur Zeit bei 17,2 Prozent. In absoluten Zahlen: Nur 17 der 126 ProfessorInnen sind weiblich.

Förderprogramm an der MedUni Graz

Grund genug für die Medizinische Universität Graz in einer Aussendung zum Weltfrauentag Ihre Frauenförderung zu präsentieren.So werden Studentinnen mit einem Karrierecafe unterstützt und im eigens vorgesehenen wIn Netzwerk gefördert.

Für flexible Arbeitszeiten wurden kinderCAMPUSbüros eingerichtet und habilitierte Frauen werden mit speziellen Programmen und Neztwerken begleitet. Nach den ersten zwei Jahren Frauenförderung ist die MedUni Graz zufrieden und schreibt in der Presseaussendung: Dass diese Maßnahmen auch greifen, lässt sich nicht zuletzt durch Zahlen belegen: Im Jahr 2009 haben sich 29 Personen habilitiert, davon 11 Frauen, was einem Frauenanteil von 38 % entspricht, während es im Jahr davor erst 30 % waren. 

MedUniWien: Frauen am Wort

An der MedUni Wien setzt man auf Events: Heute Nachmittag diskutiert die Wissenschaftsministerin zum Thema „weibliche Forschung“..Wissenschafterinnen die sich dieser Herausforderung erfolgreich gestellt haben, berichten über Werdegang, über Möglichkeiten und Stolpersteine einer wissenschaftlichen Karriere für Frauen. Unter den Diskutantinnen:

Prof.in  Dr.in  Karin Gutiérrez-Lobos - Vizerektorin für Personalentwicklung und Frauenförderung, MedUni Wien 

Prof.in Dr.in Andrea Langmann - Vizerektorin für Personal und Gleichstellung  der MedUni Graz

Prof.in Dr.in Ursula Köller - Institutsvorständin am Institut für Labormedizin Krankenhaus Hietzing

Prof.in Dr.in Alexandra Kautzky-Willer - Professorin für Gender Medicine der MedUni Wien

Seit 2010 zwei Frauen in Spitzenpositionen an MedUni Innsbruck

Seit Jahresbeginn leitet Univ.-Prof.in Dr.in Dorothee von Laer die Sektion für Virologie, Univ.-Prof.in Dr.in Cornelia Lass-Flörl übernahm das Department für Hygiene und Medizinische Mikrobiologie. Rektor Prof. Lochs: „Damit ist es uns gelungen, zwei Spitzenpositionen mit international angesehenen Expertinnen zu besetzen.“

Sehr stark verbesserungswürdig ist die Teilnahme der MUI am „Excellentia“-Programm des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung (BMWF), dessen Ziel die Förderung von wissenschaftlichen Karrieren von Frauen ist. „Zwischen 2005 und Dezember 2009 hat sich die MUI leider an diesem Programm nicht beteiligt“, bilanziert Prof.in Fischer. „Trotz zahlreicher Bemühungen des Universitätsrats wurde früher keine einzige Professorin berufen, die Frauenquote unter den Professor/-innen der MUI ist sogar gesunken.“  

Angekündigtes Gutachten der Bundes-Gleichbehandlungskommission

Mit Interesse sieht der Universitätsrat einem jetzt in Medien angekündigten Gutachten der Bundes-Gleichbehandlungskommission (BGBK) entgegen: Es soll zum Ergebnis kommen, dass die Innsbrucker Internistin Univ.-Prof.in Dr.in Margarethe Hochleitner bei der Rektorswahl an der MUI 2009 als Frau diskriminiert wurde. Prof.in Fischer: „Wir sind gespannt auf die Begründung der behaupteten Diskriminierung: Schließlich haben schon im Vorjahr sowohl die weisungsfreie Schiedskommission der MUI als auch das Wissenschaftsministerium als Aufsichtsbehörde den von Prof. Hochleitner erhobenen Vorwurf der Diskriminierung nach Durchführung umfangreicher rechtsstaatlicher Verfahren klar zurück gewiesen.“

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