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Leben 28. September 2009

Mehr Herzlichkeit in die Medizin

Der Verein EINHERZ lädt ein – zu einem Symposium und in eine bessere Welt.

„EINHERZ – Gemeinschaft für Medizin mit Liebe“ wurde 2008 von engagierten Medizinstudenten gegründet, mit dem Ziel, mehr Herzlichkeit in die Medizin zu bringen. Dieses Anliegen berührt immer mehr Menschen. Mit einem ausgebuchten Symposium, Aktionen im Bereich Clowning und Hospiz sowie einer eigenen Vortragsreihe an der Medizinischen Universität Wien hat EINHERZ auf sich aufmerksam gemacht und leistet einen wertvollen Beitrag für einen Paradigmenwechsel in der Medizin. Im Oktober 2009 lädt EINHERZ bereits zum zweiten Symposium mit dem Thema „Medizin und (Heil)Kunst – Hand in Hand“ ein.

 

“Be the change you want to see in the world!” (Mahatma Gandhi) – Diesen Ausspruch nahm sich ein kleiner Kreis engagierter Medizinstudenten zu Herzen und gründete Anfang 2008 „EINHERZ – Gemeinschaft für Medizin mit Liebe“. Der Verein hat zum Ziel, mehr Herzlichkeit in das Medizinwesen zu bringen. Anlass der Initiative waren ernüchternde Erfahrungen mit der praktizierenden Kollegenschaft, die im Rahmen von Praktika gemacht wurden.

Wenig Freude an der Arbeit, Hochmut der Ärzte, mangelnde Bereitschaft, auf Patienten einzugehen etc. bewegten junge Medizinstudenten dazu, „das Handtuch zu werfen“. Den EINHERZ-Gründern ging es nicht anders, aber sie entschlossen sich, etwas zu verändern. Seitdem arbeiten sie erfolgreich und voller Zuversicht daran, ihre Vision einer von Menschlichkeit durchdrungenen Medizin Wirklichkeit werden zu lassen – ganz nach dem Motto von Paracelsus: „Der Arzneien höchste ist die Liebe.“

Feuer gefangen

Seit der Gründung von EINHERZ ist viel passiert. Im Oktober 2008 fand das Symposium zum Thema „Medizin und Spiritualität“ statt. Sämtliche Workshops und Vorträge waren ausgebucht, das dreitägige Seminar zählte 255 Teilnehmer und wurde ein voller Erfolg. Mit einem derart großen Andrang hatte nicht einmal EINHERZ gerechnet.

Mit der folgenden Vortragsreihe „Arzt-Patienten-Beziehung“ wurde das Feuer weitergetragen und der bestehende Lehrplan der Medizinischen Universität Wien erweitert. Es wurde ein Raum geschaffen, in dem jene Inhalte vermittelt werden können, die einer neuen Generation von Medizinern am Herzen liegen und im gängigen Curriculum kein Thema sind.

Außerdem wurden seither eine Vielzahl von Aktionen im Bereich Clowning und Hospiz veranstaltet, und es wird an der Realisierung einer – noch imaginären – EINHERZ–Klinik gearbeitet.

Mit ihren Anliegen berührt EINHERZ immer mehr Menschen und ist für viele Einherzler eine Art seelisch-geistige Heimat geworden, in der die Beziehung zwischen den Menschen im Vordergrund steht. So meinte auch Dr. Patch Adams, Gründer der weltweiten Clownbewegung: „I love the EINHERZ-family.“

EINHERZ sieht sich selbst vor allem als Einladung. Als Einladung für jeden, der an diesen Traum glaubt – ganz nach dem Leitmotiv: „You may say I´m a dreamer, but I´m not the only one.“ (John Lennon) EINHERZ leistet damit einen wertvollen Beitrag für einen Paradigmenwechsel im Gesundheitssystem.

Vom 9. bis 11.Oktober lädt EINHERZ zum Symposium mit dem Thema „Medizin und (Heil)kunst – Hand in Hand“. Diesmal wird der Fokus auf die Vernetzung zwischen künstlerischem Schaffen, Krankheit und dem Heilprozess gelegt. In drei Tagen soll Medizin als Kunst und Kunst als Medizin erfahrbar gemacht werden, denn auch im hippokratischen Eid, den bis heute jeder angehende Arzt ablegt, heißt es „Heilig und rein werde ich mein Leben und meine Kunst bewahren.“

Eine bunte Mischung aus Therapeuten unterschiedlicher Fachgebiete, Ärzten, Gelehrten, Wissenschaftlern und prominenten Künstlern soll Fragen zum Thema auf den Grund gehen.

Das Symposium richtet sich an Medizin- und Kunstinteressierte sowie an alle, denen die Entwicklung des Gesundheitswesens wichtig ist. Es will keinen überladenen Kopf und durchgesessenen Hintern bei den Besuchern hinterlassen, sondern ein offenes Herz!

 

 Linktipp: Detaillierte Informationen und Anmeldung zum Symposium finden Sie unter www.einherz.at

Von Dr. Sabine Zopf, Ärzte Woche 40 /2009

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