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Gesundheitspolitik 5. Juli 2007

Vorsorgevollmacht verständlich für jeden

Die Vorsorgevollmacht lässt den Einzelnen selbst bestimmen, welche Person im Falle von Demenz oder psychischen Leiden für seine oder ihre Belange sorgen wird.

Dieses Dokument wird dann wirksam, wenn der Vollmachtgeber nicht mehr in der Lage ist, geschäftlich tätig zu sein, zu urteilen bzw. sich zu äußern. „Hat jemand zum Beispiel zwei nahe Verwandte und einem davon vertraut er eher, kann er diesem die Vorsorgevollmacht erteilen“, erklärt Mag. Josef Fraunbaum, Sozialrechtsexperte der Niederösterreichischen Arbeiterkammer.
Wofür die Vollmacht gilt, muss genau festgelegt werden. Das kann die Vertretung gegenüber Behörden oder auch in medizinischen Belangen sein oder die Vermögensverwaltung betreffen. In den letzten beiden Fällen muss die Vollmacht vor einem Notar, Rechtsanwalt oder Gericht verfasst werden, ansonsten genügt ein eigenhändig aufgesetztes und unterfertigtes Schreiben. „Die Vorsorgevollmacht ersetzt den Sachwalter. Außer der Bevollmächtigte kann oder will seiner Aufgabe nicht nachkommen“, sagt Fraunbaum.

Mehr Informationen auf der Homepage noe.arbeiterkammer.at bzw. in der Broschüre „Patientenrechte“, die als Download zur Verfügung steht oder unter der Telefonnummer 05 7171-1212 bestellt werden kann.

Dr. Rainer Schröckenfuchs, Ärzte Woche 27/2007

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