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Gesundheitspolitik 30. Oktober 2007

Drohender Ärztemangel

Seit 1. September gilt in der Slowakei ein neues Arbeitsgesetz. Die Einbußen bei den Gehältern, von denen medizinisches und Pflegepersonal betroffen sind, ergeben sich durch die Beschränkung der Überstunden und Nachtschichten. Nun droht den öffentlichen Krankenhäusern ein Mangel an Ärzten und Krankenpflegern. „Uns wurde die Erhöhung der Ärztegehälter um zehn Prozent versprochen“, sagte Magdalena Laufikova, Vertreterin der Ärztegewerkschaften, zur Tageszeitung Pravda: „Angesichts der neuen Situation reicht das aber nicht.“ Die Gewerkschaften fordern daher Verhandlungen mit dem Gesundheitsministerium. Höhere Gehälter fordert auch die Ärztekammer. Jüngere slowakische Ärzte gehen besonders in Großbritannien, Deutschland, Tschechien und Slowenien auf Arbeitssuche, während ältere zunehmend in den privaten Sektor wechseln.
Die Novelle des Arbeitsgesetzbuches, die im Juni vom Parlament verabschiedet wurde, legt mehr Wert auf die Rechte der Arbeitnehmer. Smer, die Partei von Premier Robert Fico, hatte die Novelle mit der Begründung angestoßen, das bis dahin geltende Arbeitsgesetzbuch sei zu stark von neoliberalen Vorstellungen beeinflusst. Laut Vertretern der Regierungskoalition steht das jetzt geltende Gesetz im Einklang mit EU-Arbeitsrecht.

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