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Gesundheitspolitik 1. August 2008

Durch Akkumulierung zweier unabhängiger Selektionsmechanismen werden weibliche Studierende an der Me

Im Zusammenhang mit der Implementierung eines reformierten medizinischen Curriculums an der Medizinischen Universität Wien im Jahr 2002 hatten wir prospektiv an vier unselektierten Kohorten von Studienanfängern Prädiktoren für den Erfolg bei der über den weiteren Studienverlauf entscheidenden summativen integrativen Jahresprüfung (SIP-1) untersucht und vier Faktoren gefunden, darunter das männliche Geschlecht (Odds Ratio für weibliche Studierende, OR = 1,67; 95 %CI 1,44–1,97). Nach Einführung des Eignungstests für Medizinische Studiengänge (EMS) im Jahre 2006, der sich ebenfalls als signifikant geschlechtsspezifisch erwies, gingen wir der Frage nach, inwieweit die SIP-1 (am Ende des ersten Studienjahres dieses ersten vorselektierten Jahrganges) weiterhin geschlechtsselektiv ist. Wir fanden die Geschlechtsselektivität in nahezu demselben Ausmaß erhalten. EMS und SIP sind somit zwei voneinander weitgehend unabhängige, additiv wirksame, geschlechtsselektive Faktoren, die Frauen benachteiligen (OR = 2,14; 95 %CI 1,68–2,72).

Lukas Mitterauer, Gerald Haidinger, Oskar Frischenschlager, Wiener Medizinische Wochenschrift

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