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Gesundheitspolitik 22. November 2006

Vorschlag der Ärztekammer an Kassen: 5-Jahres-Vertrag

Um den niedergelassenen Bereich ausbauen zu können und so die Spitalsambulanzen zu entlasten, regt die Österreichische Ärztekammer längerfristige Vereinbarungen an.

Wenig Erfolge bei der Entlastung der Spitäler in den vergangenen Jahren sieht der Präsident der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK), Dr. Reiner Brettenthaler. Daher schlägt er der Gesundheitspolitik und den Krankenkassen einen Fünf-Jahres-Vertrag mit den Ärzten vor. Ziel ist, die Patientenbetreuung im niedergelassenen Bereich auszubauen und damit die Spitalsambulanzen essenziell zu entlasten. Voraussetzung für diesen Reformvertrag sei, dass entsprechende Finanzierungsmittel zur Verfügung gestellt würden und das bestehende Vakuum zwischen Spital und Ordination mit modernen und umfassenden Gesundheitsangeboten aufgefüllt werde. „Die Patienten stürmen nach wie vor die Spitalsambulanzen, wie aus den aktuellen Zahlen hervorgeht. Daraus lässt sich der Schluss ziehen, dass das Gesundheitsan-gebot im wohnortnahen Bereich nicht den tatsächlichen Bedürfnissen entspricht. Aus dieser Entwicklung müssen endlich politische Konsequenzen gezogen werden“, fordert Brettenthaler in einer Aussendung. Gegenstand des Vertrages müssten bedarfsorientierte dynamische Finanzierungsmodelle sein, die zu einer flexibleren Angebotsplanung als bisher führen könnten. Die Frage der bedarfsorientierten Angebotsplanung ist nach Ansicht Brettenthalers einer der wesentlichen gesundheitspolitischen Inhalte für die kommende Regierung, „wie auch immer diese aussehen wird“: „Man wird ihre gesundheitspolitische Durchschlagskraft daran zu messen haben, inwieweit es ihr gelingt, die Herausforderung des steigenden medizinischen Versorgungsbedarfs patientennah zu meistern.“

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