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Gesundheitspolitik 24. Oktober 2006

„Forum Prostata“ zog Erfolgsbilanz

Öffentlichkeitsarbeit trägt wesentlich dazu bei, bei den als „Vorsorgemuffeln“ bekannten Männern ein Problembewusstsein zu schaffen. Dies bestätigt das „Forum Prostata“ in Oberösterreich.

Prostatakrebs ist mit 26 Prozent der häufigste Tumor beim Mann, gefolgt von Lungenkrebs und Darmkrebs. Vor fünf Jahren hat das OÖ Forum Prostata das Prostata-Früherkennungsprogramm ins Leben gerufen. Ziel dieser Initiative war, die oberösterreichischen Männer zwischen 45 und 75 Jahren zur Vorsorgeuntersuchung zu motivieren und so langfristig die Prognosen bei der Diagnose Prostata-Karzinom zu verbessern. Die erfreuliche Bilanz: Oberösterreich gilt mittlerweile auch im internationalen Kontext als Vorzeigeregion in punkto Prostata-Vorsorge. Das Problembewusstsein steigt, immer mehr Männer gehen zur Vorsorgeuntersuchung. So kann Prostatakrebs in immer früheren Stadien effizient therapiert werden. Die vorliegende Statistik macht deutlich, wie sehr verschiedene PR-Aktivitäten des Forum Prostata die Anzahl der Prostata-Vorsorgeuntersuchungen beeinflusst. Besonders beeindruckend ist der Anstieg der Untersuchungen nach Pressekampagnen (siehe Grafik). Waren im Untersuchungszeitraum 2003 und 2004 nur 12,6% der 45- bis 49-Jährigen und 33,5% der 50- bis 59-Jährigen bei einer Vorsorgeuntersuchung, so ist diese Zahl 2005 und 2006 auf 20,3% bei den bis 49-Jährigen und auf 37% bei den Männern zwischen 50 und 59 gestiegen.

Jeder Vierte nutzte das Früherkennungs-Programm

Insgesamt haben in den vergangenen fünf Jahren 53.870 Männer (24,3%) das Früherkennungs-Programm in Anspruch genommen. Allein im vergangenen Jahr kamen 8.990 Männer zum ersten Mal zu einer Prostata-Vorsorgeuntersuchung. Mehr als 3.000 Männer unterzogen sich aufgrund auffälliger Befunde weiteren Untersuchungen – 1.151 Männer wurden mit der Diagnose Prostatakrebs konfrontiert. Das Vorsorgebewusstsein ist bei älteren Männern noch höher als bei jüngeren. „Früherkennung kann nur dann Wirkung zeigen, wenn jährlich eine Untersuchung durchgeführt wird“, betonte der Vorstand der Abteilung Urologie am KH der Barmherzigen Schwestern in Linz, Prim. Dr. Wolfgang Loidl, bei der Präsentation der Daten in einer Pressekonferenz. „Magisch scheint die PSA-Kinetik zu sein, also wie schnell ein PSA-Wert nach zwölf Monaten ansteigt.“ Bei mehr als 8% der Männer, die bei der ersten Untersuchung einen normalen PSA-Wert hatten, war dieser ein Jahr später erhöht.

Auffällige Befunde

Rund 8,2% der Männer, die während der letzten fünf Jahre bei der Vorsorgeuntersuchung waren, wurden aufgrund eines verdächtigen Befundes zu weiterführenden Untersuchungen eingeladen. In den meisten Fällen war der PSA-Wert erhöht (6,3%), in wenigen Fällen (0,8%) ließ der Tastbefund auf eine Veränderung der Prostata schließen. In 1,1 Prozent der Fälle waren beide Befunde auffällig. Besorgniserregend war allerdings, dass nur knapp über 70 Prozent der Männer dem Rat ihres Arztes, den Befund durch eine Biopsie abklären zu lassen, Folge leisteten. „Vor allem jüngere Pa-tienten kommen nach auffälligen Erstbefunden oft nicht zur weiteren Abklärung“, so Loidl. Das Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken, steigt mit zunehmendem Alter. Fast die Hälfte der Patienten mit positivem Biopsie-befund sind über 70 Jahre alt. Bei 82% der oberösterreichischen Männer, die sich einer radikalen Prostataentfernung unterziehen müssen, ist der Tumor auf das Organ begrenzt, bei 18% liegt eine Organüberschreitung vor. „Das Verhältnis hat sich dank des Früherkennungs-Programms umgekehrt“, erklärte Doz. Dr. Helmut Heidler, Obmann der Fachgruppe Urologie. „Oberösterreich ist mit diesen Zahlen weltweit an der Spitze.“ Aufgrund von Hochrechnungen könne man derzeit davon ausgehen, dass 4.500 Männer in Oberösterreich ein unerkanntes Prostata-Karzinom im Frühstadium haben.

 detail
  • Herr Herr Armin Spier Sen., 28.11.2011 um 14:56:

    „Hallo, an alle mit Prostatabeschwerden
    Die Krebsvorsorgeuntersuchung ist schon eine gute Idee gewesen, nur wie sie heute nach dem modernen medizinischen kenntnisstand ausgeführt wird ist schon besorgniserregend für uns Normalbürger
    Dazu meine persönliche Erfahrung seit 2000.
    Mit problemen beim wasserlassen fing es an, es gab erst einmal Pillen.
    Es wurde schlimmer, der Urologe ertastete durch den Darm eine Verhärtung und schlug eine Biopsie vor zu der ich einwilligte. Die Blutuntersuchung ergab einen PSA-Wert von 4,5 nl/mg.
    Ich erhielt Antibiotika und wurde durch den Darm biopsiert. Die Prozedur war sehr unangenehm und etwas schmerzlich. in den folgenden Wochen hatte ich Blutungen, Eiterigen Ausfluss und geschwollene und schmerzende Hoden. Die Gewebeuntersuchung zeigte kein krankhaftes Gewebe. Der PSA-Wert stieg kontinuierlich weiter an.
    Dann erhielt ich Tamsulosin 4 mg, Alna Okas und alles funktinierte. Als die Krankenkasse anfing alles zu reduzieren bekam ich billige Mittel und damit Hautausschlag. Mit Tamsulosin von Hexal wurde meine Haut dann wieder besser. Im Januar 2006 Bei einem PSA-Wert von 8,57 nl/mg wurde dann eine Biopsie (perinal) durch die Haut gemacht, hatte aber nachträglich fast keine probleme. Auch sie war nicht angenehm und die Schmerzen hielten sich in Grenzen. Die Feingewebiche Untersuchung ergab ein (high-gradePIn) was immer man als Laie darunter vestehen mag, aber kein kranhaftes Gewebe. Der PSA stieg weiter an und im März 2011, bei 10,1 wollte ich es wissen und hatte meine Kenntnisse über die von der Alta Klinik in Goslar veröffentlichte Broschüre studiert. Von dort erhielt ich den Kostenvoranschlag zur MRT-Untersuchung und auch vom Mutterhaus Trier das neuerdings ein MRT zur Verfügung hat, das vom Land Rheinland Pfalz bezuschusst wurde. Ich bat meine Siemens SBK um Kostenübernahme zu der Prostata MRT - PET-Flour 18 Cholin Untersuchung. Von der SBK wurde es mit der Begründung abgelehnt: Aus sozialmedizinischer Sicht liegt die Notwendigkeit der Behandlung nicht vor. Zur Diagnosesicherung wären weitere prostatabiopsien, gegebenenfalls nach einem Ultraschall oder MRT durchzuführen. Diese Untersuchung mit Bilddarstellung einer Gewegeveränderung hätte der Biosienadel gezeit wo sie entnehmen muss.
    Soweit zum traurigen Prostata Krebs Untesuchungsstand 2001 in Deutschland.
    In Amerika will man den PSA-Wert als Krebsvorsore abschaffen weil er nur eine Veränderung in der Prostata zeigt aber keinerlei Aussage auf Krebs beinhaltet.
    Nun zum Abschluss das Gerangel der Urologen.
    Meine 2. Meinung im Urol. Brüderkrankenhaus Trier zu einer MRT Prostatauntersuchung, die im Mutterhaus Trier von Dr. med. Lutwin Trampert gemacht werden könnte ergab folgendes.
    Die Urologie im Brüderkankenhaus unter Dr. med. C. Luxenburger
    stellte die MRT-Biopsie als unzuverlässige Krebsdiagnose hin, und bezweifelte das MRT-Ergebnis im Mutterhaus. Er schlug mir vor eine TURP machen zu lassen in der das gesamte ausgeschabte Gewebe untersucht werden kann um auf Krebsverdacht zu Testen.
    Nun war mir klar, sie wollen alle nur selbst die Kohle machen, das Wohl der Patienten zählt dabei nichts. Meine noch gut Funktionierende Prostata ware mit dieser Ausschabung zerstört, meine Sexualität gestört und mit etwas Pech, wer weis wie lange Pampers tragen. Nein Danke!
    Das ganze Geschwafel um Prostata Krebsvorsorge ist eine Farce, denn wenn man den Männern in diesen situationen helfen möchte. sollte die Gesundheitsfürsorge auch den Menschen eine Untersuchung und Behandlung ermöglichen die keine Millonäre sind.
    Wozu also die Reklame uber MRT-Prostatauntersuchung wenn sie nicht bezahlt wird. So wird weiterhin plan und sinnlos in der kleinen Kastanie herumgestochert, denn jedesmal kassieren die Ärze dabei ab.
    Das ist aber unser 2 Klassensystem und es wird Zeit dass die junge Generation es ändert, wie es im Grundgesetz steht:
    Alle Menschen sind gleich!

    Anmerkung: Ich bin kein Schreibhengst und kein Mediziener sondern gebe nur meine gemachte Erfahrung weiter und hoffe es stört jemanden wenn man die wahrheit schreibt, es könnte sich ja eventuell etwas ändern.
    Gruß, Armin“

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