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Gesundheitspolitik 4. Oktober 2006

Erfolgreicher Tarifpoker in der Steiermark

Die Tarif- und Vertragsverhandlungen von Ärztekammer und Gebietskrankenkasse in der Steiermark sind abgeschlossen. Details werden in den kommenden Wochen geklärt.

Nach langwierigen, intensiven Verhandlungen, in denen von Ärzteseite mit Nachdruck die Abgeltung der Mehrbelastungen und ein Inflationsausgleich gefordert wurden, einigten sich kürzlich die beiden Vertragsparteien über einen Honorarabschluss 2006. Dieser wurde in einer dringend einberufenen außerordentlichen Kurienversammlung am 14. September 2006 angenommen. Somit kommt es auch zu keiner Urbefragung über einen möglichen vertragslosen Zustand ab 1. Jänner 2007.
Die Honorarerhöhung 2006 beträgt plus 5,37 Prozent und beinhaltet eine Einmalzahlung in der Höhe von 0,80 Prozent, das sind rund 1.500 Euro pro §2-Kassen-Vertragsarzt. Zusätzlich wird es eine Absenkung der Tarife bei den Fachärzten für Radiologie um 5%, 10% oder 15% und eine Umschichtung dieser Gelder zu Allgemeinmedizinern und Fachärzten geben.
Die genaue Umschichtungssumme ist noch gemeinsam mit der Steiermärkischen Gebietskrankenkasse zu bestimmen. Sie hängt von der technischen Ausstattung der radiologischen Praxen ab. Genauso muss die Verteilung dieser finanziellen Mittel zwischen Allgemeinmedizinern und Fachärzten noch kammerintern festgelegt werden. Die Details dazu sind Gegenstand von Verhandlungen in den nächsten Wochen.

„Außerordentlicher Abschluss“

Das Verhandlungsteam und auch die Kurienversammlung sind überzeugt, dass in diesen schwierigen Zeiten ein außerordentlicher Honorarabschluss getätigt wurde. „Bei diesem Angebot dennoch den Weg einer Kündigung zu gehen, hätten sicherlich viele Kolleginnen und Kollegen nicht verstanden und wäre auch in der Öffentlichkeit kaum erklärbar gewesen“, resümieren die Standesvertreter.

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