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Gesundheitspolitik 4. September 2006

Qualitätssicherungs-Evaluierungsbogen der Österreichischen Ärztekammer

Ziel: Die Ordinationsgehilfen/medizinisches Assistenzpersonal sind um eine ständige berufliche Entwicklung durch Weiterbildung und Umsetzung gewonnener Erkenntnisse bemüht.

1. Gibt es mindestens 1 Mitarbeiter/in anwesend in der Ordination?
 
2. Verfügt (zumindest ein Teil der) MitarbeiterInnen über eine abgeschlossene spezifische Ausbildung? (z.B . Ord.Geh.Kurs, DKS, MTA, MTF etc.)
 
3. Wird die Möglichkeit zur Aus-/Fortbildung des Personals gegeben?'
 
4. Haben die Mitarbeiter festgelegte Aufgabenlisten und Verantwortungsbereiche?

II. Kassenärztliches Leistungsspektrum / Ordinationsausstattung im medizinischen Bereich / Qualitätskontrolle im apparativen Bereich

Ziel: Die Praxis bietet die Möglichkeit einer ausreichenden, die Intimität respektierenden Kommunikation. Sie wird in der Ausstattung den medizinischen und apparativen Anforderungen der Fachgruppe gerecht. Im Kassenvertrag vorgesehene Leistungen werden angeboten. Die Ordinationsstätte ist in einem solchen Zustand gehalten, dass sie den hygienischen Anforderungen entspricht.

5. Entspricht das Leistungsspektrum dem Grundstandard der Fachgruppe?
 
6. Entspricht die Ausstattung im apparativen Bereich dem Grundstandard der Fachgruppe?
 
7. Werden die Ordinationsräumlichkeiten in Größe und Anzahl der Einzelräume sowie in der Ausstattung den medizinischen und administrativen Anforderungen so gerecht, dass die diagnostischen und therapeutischen Leistungen unter Wahrung der Intimsphäre der Patienten erbracht werden können?
 
8. Ist ein Notfallkoffer vorhanden?
 
9. Das Praxisteam ist auf das Auftreten von Notfällen vorbereitet?
 
10. Werden Service bzw. Wartung für (relevante) medizinische Geräte durchgeführt?
 
11. Sind Gerätehandbücher vorhanden und aufliegend? (falls zutreffend)
 
12. Wurde eine Verantwortlichkeit festgelegt für die Durchführung der gesetzlich vorgeschriebenen Überprüfungen?
 
13. Wurde ein Verantwortlicher ernannt und Durchführungsanweisungen erteilt für die Erfüllung der Grundanforderungen für Hygiene und Sauberkeit?
 
14. Bei Laborleistungen: Erfolgt die Teilnahme an den Rundversuchen? (zB ÖQUASTA)

III. Administrative und organisatorische QS-Maßnahmen 

Ziel: Die für die Fachgruppe adäquaten Kommunikations- und Dokumentations-Einrichtungen und Geräte sind vorhanden?

15. Ist ein Anrufbeantworter vorhanden?
 
16. Ist ein Faxgerät vorhanden?
 
17. Ist eine EDV vorhanden?
 
18. Ist ein Internetzugang vorhanden?
 
19. Existieren Service- und Wartungsverträge für die EDV?
 
20. Ist eine Befundübermittlung - per Fax vorhanden?
 
21. Ist eine Befundübermittlung - elektronisch vorhanden?
 
22. Ist ein Abrechnungssystem - elektronisch vorhanden?
 
23. Werden Patientenkartei und Behandlungsverlauf Papier-gestützt dokumentiert?
 
24. Werden Patientenkartei und Behandlungsverlauf elektronisch-gestützt dokumentiert?
 
25. Werden Patientenkartei und Behandlungsverlauf gemischt dokumentiert?
 
26. Sind die einzelnen Behandlungsschritte rückverfolgbar?
 
27. Werden die Befunde systematisch verwaltet (Aufbewahrungsort, -form, -dauer und Verantwortlichkeit)?
 
28. Gibt es ein System für Verfolgung pathologischer Befunde (zB Besprechung path. Befunde, Follow-up)?
 

IV. Organisatorische Qualitätssicherungsmaßnahmen 

Ziel: Die Organisation gewährleistet eine gewissenhafte Betreuung der in der ärztlichen Beratung oder Behandlung übernommenen Gesunden und Kranken ohne Unterschied der Person. Die Zusammenarbeit mit anderen Ärzten und nichtärztlichen Gesundheitsberufen ist selbstverständlicher Bestandteil der Patientenbetreuung.

29. Gibt es ein Bestellwesen bzw. Terminvergabe-System? (fakultativ bei Ärzten f. AM)
 
30. Besteht eine Verantwortlichkeit und ein Management für die Optimierung der Wartezeiten (zB Umgang mit Notfällen und Akutpatienten)?
 
31. Sind die behandlungsrelevanten Informationen den mit der Behandlungsdurchführung befassten Mitarbeitern bekannt? (sofern zutreffend)
 
32. Besteht eine interne Kommunikation (z.B. regelmäßige Team-Besprechungen, Anschlagtafel)?
 
33. Die Zusammenarbeit mit Spezialisten und anderen anerkannten Gesundheitsberufen ist Bestandteil der Patientenbetreuung?
 
34. Gibt es bez. Verbrauchsmaterialien (Ordinationsbedarf) eine Dokumentation des Bestellvorganges in schriftlicher Form?
 
35. Werden Verbrauchsmaterialien (Ordinationsbedarf) übersichtlich und ordnungsgemäß aufbewahrt?
 
36. Wird der Verbrauch nach den Ablaufdaten von Verbrauchsmaterialien (Ordinationsbedarf) abgewickelt und gelagert?
 
37. Wurde ein Verantwortlicher ernannt und Durchführungsanweisungen erteilt, um zu gewährleisten, dass Medikamente nicht ablaufen bzw. abgelaufene Medikamente rechtzeitig ersetzt werden?
 
38. Bestehen Haftpflichtversicherungen für ärztliches Personal und Assistenzpersonal?
 

V. Kunden-/Patientenorientierte QS-Maßnahmen und Datenschutz/Vertraulichkeit

Ziel: Die Ordination ist um patientenorientierte Qualitätssicherung bemüht ebenso wie um den Datenschutz.

39. Gibt es über die vertragliche Ordinationszeit zusätzliche Öffnungszeiten nach Terminvereinbarung?
 
40. Nehmen Sie an einem bezahlten Bereitschaftsdienst-System teil? (zutreffend f. Ärzte f. AM)
 
41. Wenn nein: an einem freiwilligen? (zutreffend f. Ärzte f. AM)
 
42. Patienten mit dringenden Problemen erhalten entsprechend kurzfristig einen Termin?
 
43. Ist die Vertretung im Fall von Urlaub/anderweitiger Verhinderung geregelt?
 
44. Gibt es Prozesse für das Management von Beschwerden (von Patienten, Ärzten und Krankenhäusern) und gezielte Verbesserungsmaßnahmen?
 
45. Ist der Schutz personenbezogener Daten dadurch gewährleistet, dass für Karteisystem, Dokumente, EDV ein entsprechender Verschluss bzw. Zugangssicherung gegeben ist?
 
46. Ist bezüglich Vertraulichkeit der Patienten/Abrechnungs-Daten eine Personalunterweisung erfolgt?

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