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Gesundheitspolitik 4. September 2006

Wellbeing: Wohlfühlen mit Qualität

Niederösterreich geht neue Wege : Die zentrale Aufgabe des "Wellbeing Cluster NÖ" liegt darin, engagierte Unternehmen und AkteurInnen aus den Bereichen Gesundheitstourismus, Präventivmedizin und Naturprodukte - unter Miteinbeziehung von Forschung und Qualifzierung - branchenübergreifend zu vernetzen und so ein innovatives, hochwertiges Wellbeing-Angebot zu schaffen.

Die ganzheitliche Gesundheitskompetenz von Wellbeing erfasst den Menschen als Einheit von Körper, Geist, Seele und sozialem Umfeld. Das proaktive Gesundheitsverhalten jeder/s Einzelnen wird gestärkt. GesundheitsexpertInnen arbeiten branchenübergreifend zusammen - die Prävention steht dabei im Vordergrund.
Der Sinn von Wellbeing ist nachhaltige Gesundheitsförderung, die kurzfristige Einzelmaßnahmen ersetzen soll. Unter Miteinbeziehung des regionalen Umfeldes werden die Ressourcen genutzt.
Der Idee liegen vor allem Prävention und qualitativ hochwertige Naturprodukte zugrunde - ein Ansatz, der nach einem erforderlichen Umdenkprozess mit der Erhöhung der Lebensqualität und gleichzeitiger Senkung der Gesamtmorbidität einhergehen wird.

Serviceleistungen des Clusters

Vernetzung ist nicht nur ein Schlagwort, sondern ein bereits eingeschlagener Weg des Clusters. In Gesprächen mit den Vorständen der zahlreichen Rehabilitationszentren Niederösterreichs wurde wiederholt die mangelnde Kooperationsmöglichkeit mit den niedergelassenen ÄrztInnen für Allgemeinmedizin beklagt. Hier bietet der Cluster eine Plattform für Wien und Niederösterreich, um die sinnvolle Zusammenarbeit zwischen Klinik/Rehabilitationszentrum und betreuenden ÄrztInnen zu ermöglichen und zu erleichtern.
Eine Partnerdatenbank, für deren Aufnahme bestimmte Qualitätskriterien erfüllt sein müssen, stellt ein weiteres Serviceangebot des Clusters dar. Hier ist es dem präventivmedizinisch interessierten Arzt/Ärztin möglich, wiederum den Qualitätskriterien entsprechende VertreterInnen von Ernährung, Ergotherapie, Physiotherapie, Komplementärmedizin und Sportwissenschaft in Erfahrung zu bringen, in die Behandlung miteinzubinden oder auch den PatientInnen/den KlientInnen zu empfehlen.
Dem Trend der Zeit scheint auch das Umdenken beziehungsweise die Erweiterung des Arztverständnisses zu entsprechen, dass der/die MedizinerIn nicht nur Krankheit heilt oder lindert, sondern an der Gesundheitserhaltung als einen weiteren Schwerpunkt seiner/ihrer Arbeit sieht - der Arzt/Ärztin als GesundheitsbetreuerIn und -beraterIn.
Diese Kompetenz sollte jedenfalls in medizinischen Händen bleiben, denn die Grauzone der um Gesundheit bemühten "Berater" wird zusehends größer: Information, themenspezifische Gesundheitstage im Rathaus und multimediale Aufklärungskampagnen führten bisher zu einer guten Akzeptanz der Vorsorgemedizin - und das Thema Gesundheit hat sich auch für die "Älteren" verändert. Pensionisten heutzutage sind fit, aktiv, treiben Sport und achten auf ihre Gesundheit. ÄrztInnen können im Sinne der ganzheitsmedizinischen Sichtweise zu Fragen der Gesundheit und Krankheit beratende und behandelnde AnsprechpartnerInnen sein.

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