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Gesundheitspolitik 31. August 2006

Waneck kümmert sich um e-card

Neue Ausschreibung für die e-card, die voraussichtlich 2005 kommen soll. Gesundheits-Staatssekretär Prof. Dr. Reinhart Waneck bemüht sich höchst persönlich um Fortschritte in diesem Jahrzehnt-Projekt.

Vergangene Woche setzte der Hauptverband der Sozialversicherungsträger einen wichtigen Schritt in Sachen Chipkarte (e-card): die Ausschreibung. Dabei geht es sowohl um die Software für die Betriebszentrale als auch für die einzelnen Terminals, die dann bei den Ärzten stehen sollen. Die Bewerbungen werden von einer fünfköpfigen Bewertungskommission unter Vorsitz eines unabhängigen Richters geprüft (Interessierte finden nähere Details im Internet unter www.chipkarte.at).
"Obwohl sich die Einführung der Chipkarte wieder nach hinten verschoben hat, betrachte ich es als meine Aufgabe, gezielt Informationen bei Unternehmen, die für den Kartenauftrag in Frage kämen, zu sammeln", begründete Gesundheits-Staatssekretär Waneck einen Betriebsbesuch bei Philips in Paris und eine Diskussion mit Vertretern des französischen Gesundheitsministeriums und der französischen Krankenversicherung.
Wichtig seien ein intensiver Erfahrungsaustausch und die Diskussion mit Ländern, die ein ähnliches System bereits verwenden, um den gesetzten Zeitplan durch etwaige Verzögerungen des Hauptverbandes nicht zu gefährden. "Zielsetzung ist die raschest mögliche, kostenminimale und vor allem transparente Lösung für Österreich", betonte der Staatssekretär.
Die Chipkarte müsse laut Waneck in erster Linie vier Funktionen erfüllen können. Erstens müsse sie eine "Schlüsselkarte" sein, um den Zugang zu anderen Gesundheitsdatenbanken zu autorisieren. Zweitens solle man alle Notfalldaten speichern können, drittens müsse die EDV mit den zusammenhängenden Systemen, z.B. Spitälern, kompatibel und viertens die Datensicherheit gewährleistet sein.
Mit der Einführung der Chipkarte verbindet Waneck die Hoffnung auf einen positiven Effekt für alle Beteiligten, vor allem dann, wenn deren Einführung auch administrative Erleichterungen für Patienten und Gesundheitspersonal bringe. Wesentlich sei jedoch die Erreichung einer möglichst hohen öffentlichen Akzeptanz durch eine pragmatische Lösung für alle betroffenen Parteien, um ein derartiges Projekt risikomindernd zu realisieren.

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