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Gesundheitspolitik 31. August 2006

Wiens Ärzte zahlen weniger

In Wien wird die Kammerumlage für das Jahr 2003 von 3,2 auf 2,95 Prozent gesenkt. Der entsprechende Beschluss fiel in der Vollversammlung der Ärztekammer für Wien am 10. Dezember 2002. Der ebenfalls bei dieser Sitzung angenommene Jahresvoranschlag 2003 sieht mit einem Überschuss von ungefähr 5.000 Euro ein praktisch ausgeglichenes Ergebnis vor. Die Einnahmen aus der Kammerumlage werden damit sowohl in Wien als auch in der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK) sinken, heißt es in einer Aussendung. Insgesamt sollen die Aufwendungen der Ärztekammer für Wien gegenüber dem Vorjahr um 2,23 Prozent gesenkt werden.

Der Wiener Ärztekammerpräsident Prim. MR Dr. Walter Dorner führt die Reduktion der Umlage auf das Greifen der Sparmaßnahmen sowohl in der Wiener Kammer als auch in der ÖÄK zurück. "Die Erträge der Wiener Umlage werden, unseren Sparrichtlinien entsprechend, von ungefähr acht Millionen Euro auf 7,849 Millionen Euro zu-rückgenommen. Die Österreichische Ärztekammer hat eine generelle Senkung der ÖÄK-Umlage von 174,41 Euro jährlich auf 170 Euro pro Arzt beschlossen", betonte der Präsident.

Sinkende Personalkosten

Die Personalkosten der Ärztekammer für Wien sollen weiter sinken. "Wenn man die Jahre 1998 bis 2003 einer näheren Betrachtung unterzieht, hat es einen Rückgang bei den Löhnen und Gehältern der aktiven Dienstnehmer um 10 Prozent gegeben. Unter Einbeziehung der Inflationsrate und der jährlich erfolgten generellen Anhebung der Löhne und Gehälter beläuft sich die entsprechende Einsparung sogar auf ungefähr 30 Prozent. Im selben Zeitraum ist die Anzahl der aktiven Dienstnehmer um ungefähr 25 Prozent zurückgegangen", so Dorner. Auch die Funktionsgebühren seien - nun zum vierten Mal - unverändert angenommen worden, "was unter Berücksichti-gung der Inflationsrate einer Reduktion um ungefähr 8 Prozent entspricht", betonte der Wiener Präsident.
Er verwies weiters auf die Kostensenkung im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit. Der Ärztechef: "Hier wirken sich vor allem die Sparmaßnahmen beim Verlag und speziell bei ‚doktorinwien' aus. Druck und Versand wurden unter Wahrung der redaktionellen Hoheit an den Österreichischen Wirtschaftsverlag ausgelagert. Seit Dezember 2002 entstehen der Wiener Ärztekammer in diesem Bereich keine Kosten mehr, allein gegenüber dem Jahr 2001 beträgt die Reduktion 30 Prozent."

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