zur Navigation zum Inhalt
 
Gesundheitspolitik 30. August 2006

Ärzte, Hebammen und MTAs dringend gesucht

Mit einer österreichweiten Informationskampagne will die Hilfsorganisation "Ärzte ohne Grenzen" in diesem Herbst in heimischen Spitälern um mehr personelle Unterstützung für humanitäre Hilfseinsätze werben.

Vor allem bei Ärzten, Hebammen und MTAs ist der Bedarf bei weitem nicht gedeckt. "Viele Hilfsprojekte können nicht durchgeführt werden, weil das medizinische Personal dafür fehlt - und das oft in Ländern, in denen ,Ärzte ohne Grenzen’ als einzige Institution für medizinische Versorgung sorgt", bedauert Sabine Kampmüller, Human Resources Director von "Ärzte ohne Grenzen", die selbst jahrelang auf Einsatz war und dafür ihren Job kündigen musste. Um die Voraussetzungen und Rahmenbedingungen für humanitäre Hilfseinsätze zu verbessern, startet "Ärzte ohne Grenzen" derzeit eine umfangreiche Informationskampagne für alle Spitäler Österreichs (Kasten). Das Informationspaket enthält ausführliche Informationen über die Voraussetzungen, die geforderte Professionalität und wichtige Erfahrungen im Rahmen humanitärer Einsätze. Ziel der Kampagne ist ein intensiver Dialog mit Spitalsträgern, Spitalsleitern und Ärztekammern, um mehr Unterstützung für Ärzte, die auf Einsatz gehen wollen, zu erreichen sowie insbesondere mehr Karenzierungen zu ermöglichen.
Vorteile für alle Beteiligten
"Ein Hilfseinsatz bietet letztendlich allen Beteiligten Vorteile", betont Dr. Clemens Vlasich, Gründer und Präsident von "Ärzte ohne Grenzen Österreich": "Für die Mitarbeiter, die medizinisch und persönlich vom Einsatz profitieren, für Millionen von Patienten, die ohne die freiwilligen Einsätze keine Chance auf medizinische Versorgung hätten, und für das Krankenhaus, das einsatzerfahrene Mitarbeiter gewinnt und von allen Seiten mehr Anerkennung genießt."
Insgesamt konnte "Ärzte ohne Grenzen" in den letzten zehn Jahren 97 Mal Ärzte aus Österreich auf Einsatz schicken. Dreizehn österreichische Krankenhäuser haben Einsätze von medizinischen Mitarbeitern mit "Ärzte ohne Grenzen" ermöglicht.
Das Informationspaket an die Spitäler ist ein erster Schritt der österreichweiten Kampagne: Ab September wird sich "Ärzte ohne Grenzen" mit einer Fülle von PR- und Werbemaßnahmen sowie mit gezielten Kontakten zu Politik, Medizin und Medien um eine stärkere Sensibilisierung für humanitäre Hilfseinsätze bemühen.
Die gesamten Kosten der Informations- und Recruitment-Kampagne werden vom langjährigen Sponsoring-Partner mobilkom austria getragen, so dass "Ärzte ohne Grenzen" dafür keine Spendengelder verwenden muss.

Weitere Informationen:
"Ärzte ohne Grenzen"
Gabriele Faber-Wiener, Mag. Eva Hosp,
Tel. 01-4097276
www.aerzte-ohne-grenzen.at

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben