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Gesundheitspolitik 5. Dezember 2005

Spitals-Anmeldung mit e-Card in Oberösterreich

Im Landeskrankenhaus Freistadt in OÖ können sich Patienten, die zu einer Nachkontrolle müssen, erstmals selbst mit der e-Card anmelden.

Wenn das bundesweit einmalige Pilotprojekt erfolgreich verläuft, soll dieser Anmeldeservice künftig auch in anderen Spitälern angeboten werden. Vertreter der Oberösterreichischen Gesundheits- und Spitals-AG (gespag) und des Krankenhauses Freistadt zogen vergangene Woche in einer Pressekonferenz eine erste posi-tive Bilanz.

30 Prozent nützen das Angebot

Das Pilotprojekt in Freistadt läuft seit 21. November. Die Akzeptanz bei Patienten und Spitalsmitarbeitern sei gut, sagte der Kaufmännische Direktor des Krankenhauses, Rudolf Wagner. Da die Handhabung relativ einfach sei, hätten auch ältere Menschen rasch die Scheu vor der Technik verloren. Die Einführung des „Quick-Check-In“-Systems bedeute eine enorme Zeitersparnis für alle Beteiligten, lobte er die Neueinführung. „Bereits 30 Prozent der vorbestellten Patienten nützen dieses Angebot.“
„Der Patient kann sich am Quick-Check-In-Schalter mit seiner E- Card anmelden und erhält innerhalb weniger Sekunden auf dem Bildschirm die Information, ob seine Anmeldung erfolgreich war“, schildert der Ärztliche Direktor des Landeskrankenhauses Freistadt, Prim. Dr. Friedrich Hofer, die Vorgehensweise. „Computergesteuerte Ablaufplanungen koordinieren die Zuweisung des Patienten und informieren den zuständigen Arzt über dessen Eintreffen.“ So könne eine termingerechte Betreuung gewährleistet werden, erklärte Hofer, von dem auch die Idee zu dem Projekt stammt. Die Testphase läuft noch bis Ende des Jahres. Sind die Ergebnisse zufrieden stellend, soll das Selbstanmeldesystem auch in anderen gespag-Spitälern eingesetzt werden, erklärte Vorstandsmitglied Maximilian Koblmüller.

Weitere Projekte in Planung

Darüber hinaus werde an anderen Pilotprojekten mit der e-Card gearbeitet. Beispiele für weitere Nutzungsmöglichkeiten seien das automatisierte Arzneimittelbewilligungsservice, das elektronische Rezept, die elektronische Überweisung oder die Speicherung von Notfalldaten auf der Karte.

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