zur Navigation zum Inhalt
© Africa Studio / stock.adobe.com
 
Gesundheitspolitik 1. September 2017

Hand in Hand

Gesundheitspolitik. Die Rolle der Apotheken in der öffentlichen Gesundheitsversorgung in Österreich bietet noch Potential für die Zukunft.

Die Entwicklung der Apotheken zu modernen wohnortnahen Dienstleistern, gemeinsame Projekte in der Gesundheitsförderung und die Apotheke als Arbeitgeber in der Region sind einige der aktuellen Diskussionspunkte, wenn es um die Rolle der Apotheken in der öffentlichen Gesundheitsversorgung in Österreich geht. Am Beispiel Niederösterreich diskutierten kürzlich Standesvertreter und Gesundheitspolitiker die aktuelle Situation und mögliche Entwicklungsmöglichkeiten.

Etwa 240 Apotheken gibt es in Niederösterreich, etwa die Hälfte befindet sich im ländlichen Raum sowie Kleinstädten. „Damit sind wir immer nah am Patienten, kennen deren Bedürfnisse und Krankheitsgeschichte und arbeiten Hand in Hand mit den Ärzten am Therapieerfolg“, stellte Mag. Dr. Ulrike Mursch-Edlmayr, seit kurzem Präsidentin der Österreichischen Apothekerkammer fest. Davon profitieren vor allem die Menschen in einer älter werdenden Gesellschaft, und es habe eine wichtige Bedeutung in Abwanderungsgebieten.

Anlaufstelle für Kranke & Gesunde

Die Rolle der Apotheken würdigte auch Landesrat und NÖGUS-Vorsitzender DI Ludwig Schleritzko: „Sie ergänzen das umfassende Versorgungsnetz und sind wichtige Anlaufstellen für Kranke als auch für Gesunde. Die Bevölkerung findet in der Apotheke alles unter einem Dach - von Arzneimittel, fachkundiger Beratung bis hin zu Angeboten in der Gesundheitsförderung.“ Im Bereich der Gesundheitsförderung wurden bereits Projekte der NÖ Apothekerkammer gemeinsam mit der Initiative „Tut gut!“ in Apotheken umgesetzt. Damit konnten die Apotheker die regionale Bevölkerung zu Themen wie Allergie, Blutdruck oder Demenz informieren und ihnen kompetente Beratung für ihre Gesundheit anbieten.

Ebenso sind Apotheken aber auch wichtige Arbeitgeber in der Region. In Niederösterreich sind das etwa 900 Apotheker in 240 Apotheken, die zur kompetenten Beratung in Gesundheitsfragen bereit stehen. „Insgesamt haben“, so Mursch-Edlmayr, „alleine in diesem Bundesland 2.700 Personen einen sicheren und hochwertigen Arbeitsplatz in der Apotheke, davon sind 90 Prozent Frauen.“ Das gemeinsame Plädoyer von Politik und Standesvertretung gilt der Kooperation: „Nur das konstruktive Zusammenspiel aller Beteiligten im Gesundheitssystem, von Ärzten, Kliniken, Apotheken bis hin zu diversen Gesundheitsexperten kann das qualitativ hochwertige Versorgungsnetz für die Zukunft sichern.“

Quelle: PresseaussendungNÖGUS

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben