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Gesundheitspolitik 24. November 2005

Wie sicher ist der Peering Point?

Die Einführung der e-card sorgt weiterhin für Diskussionen. Derzeit steht der so genannte Peering Point als Datenschnittstelle im Mittelpunkt der Kontroversen.

Zwei Kanäle werden zur Daten-übertragung mittels e-card in jeder Ordination zur Verfügung stehen: Einer für die Übermittlung des Krankenscheines und einer für die sonstige Kommunikation des Arztes wie Befundübermittlung, Internet etc. „Diese Leitung steht dem Arzt aber nicht frei zur Verfügung, die Kontrolle darüber liegt bei der Peering Point Gmbh“, kritisiert der neu gegründete Verband der Österreichischen Medizinischen Softwarehersteller (ÖMS). Die von Hauptverband der Sozialversicherungsträger und Ärztekammer gegründete Peering Point Gmbh wolle damit den gesamten Datenfluss im Medizinbereich kontrollieren. Derzeit funktioniert die Fernwartung der Software per Modem, künftig solle dies über den Peering Point erfolgen. Für den Zugang zu diesem Netz würden Ärzten und der Softwareindustrie zusätzliche Kosten erwachsen. Die Ärztekammer weist die Kritik des ÖMS entschieden zurück. Ein „hochwertiges Verschlüsselungssystem“ sorge dafür, dass die Daten nicht von unbefugten Personen eingesehen werden können, erläuterten Kammervertreter. Die e-card-Daten würden in der Ordination des Arztes verschlüsselt und erst im Hauptverband wieder entschlüsselt. Dennoch fordert der ÖMS „eine Öffnung dieses Netzwerkes“: „Zu dieser Peering Point GmbH soll es Mitbewerber geben!“ Der ÖMS vertritt derzeit 16 Unternehmen, die 70 Labors, 90 Krankenhäuser und 7.000 Ordinationen mit Software versorgen.

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