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©  APA/Hans Klaus Techt
Krankenhaus Nord auf ehemaligen ÖBB-Gründen soll Ende 2018 in Betrieb gehen.
 
Gesundheitspolitik 31. März 2017

Formsuche

Reform. Neo-Stadträtin Frauenberger will dem KAV mehr Verantwortung übertragen. „Ende 2018“ soll das KH Nord in Betrieb gehen.

KAV-intern ist derzeit viel von „Change“ die Rede. Doch allzu radikal wird die Veränderung vermutlich nicht sein. Die neue Gesundheits-Stadträtin Sandra Frauenberger von der SPÖ lässt sich nur entlocken, dass es bei einer 100-prozentigen Eigentümerschaft der Stadt bleibt, man den KAV nicht für alles verantwortlich machen, sondern auch finanzielle Verantwortung übertragen wolle, und dass eine AG als Rechtsform ausscheide. Übrig blieben „bis zu fünf andere Formen, ich will mich aber jetzt nicht festlegen“. Nach Ostern werde man mehr wissen.

Der Wiener Gesundheitsökonom Ernest Pichlbauer hatte vor Kurzem im Falter erläutert wie eine KAV-Reform aussehen sollte. „Wenn man sich die Größe des Apparates KAV anschaut, dann müsste eigentlich klar sein, dass es am besten wäre, jeden einzelnen Krankenhausstandort als Aktiengesellschaft oder GmbH zu führen, denn das würde zu Transparenz verpflichten.“ Dafür sei die Beharrlichkeit der Gewerkschaft aber zu groß.

Frauenberger sagt, sie habe sich bei ihrer Tour durch die Wiener Spitäler ein Bild von der Stimmung machen können, „das Bild vor Ort divergiert Gottseidank von jenem in den Schlagzeilen“. Statt von Problemen spricht die Stadträtin von „konfliktischen Situationen“ und räumt eine Verunsicherung ein, der man mit Kommunikation und Transparenz entgegentreten wolle.

Thomas Balász, Generaldirektor-Stellvertreter beim Krankenanstaltenverbund wollte beim zentralen Vorhaben der Wiener Gesundheitspolitik, dem Krankenhaus Nord in Floridsdorf, noch keinen konkreteren Eröffnungstermin nennen als „Ende 2018“. Kosten: 1,1 Milliarden Euro.

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