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© peterhowell / Getty Images / iStock
 
Gesundheitspolitik 20. Jänner 2017

Datensicherheit im Forschungsprojekt

Für den Umgang mit sensiblen Patientendaten im Zusammenhang mit einem großen europäischen Blutkrebsforschungsprojekt entwickelt die MedUni Wien nun „Big-Data-Richtlinien“

Das soeben gestartete und über fünf Jahre laufende Projekt „HARMONY“ mit 51 Partnerinstitutionen aus elf Nationen hat zum Ziel, vorhandene große Datenmengen aus der klinischen Forschung zu Blutkrebserkrankungen (Leukämie, Lymphome, Myelome etc.) aufzubereiten und zur Zweitverwertung im Bereich der Big-Data-Analyse zur Verfügung zu stellen. So sollen neue Ansatzpunkte zur Behandlung von Blutkrebs gefunden werden.

Betrifft: Technische, ethische und legistische Infrastruktur

Beim Umgang mit den von zahlreichen Forschungsinstitutionen zur Verfügung gestellten Patientendaten müssen Patientenrechte und Datenschutz gewährleistet bleiben. So dürfen die Daten zum Beispiel nur anonym oder mit dem Einverständnis der Betroffenen verwendet werden. Ziel von ‚HARMONY‘ ist es, eine technische, ethische und legistische Infrastruktur zu erstellen, um diese Datenmengen in der Big-Data-Analyse korrekt einsetzen zu können. „Als Kompetenzzentrum für Ethik in der medizinischen Forschung haben wir die Aufgabe übernommen, diesen sensiblen Part zu entwickeln und zu gestalten“, erklärt Dr. Christiane Druml, Leiterin des UNESCO Lehrstuhls für Bioethik und Direktorin des Josephinums. Industriepartner der MedUni Wien im Rahmen von „HARMONY“ sind die Pharmaunternehmen Bayer und Amgen.

Innovative Medizin

Das Projekt wird von der „Innovative Medicines Initiative“ (IMI) mit 40 Millionen Euro finanziert. IMI ist Europas größte öffentlich-private Initiative mit dem Ziel, Patienten bessere und sichere Arzneimittel schneller zugänglich zu machen. IMI unterstützt gemeinschaftliche Forschungsprojekte und baut auf Expertennetzwerke aus Industrie und akademischem Umfeld, um pharmazeutische Innovation in Europa zu beschleunigen. IMI ist eine gemeinsame Initiative der Europäischen Union und der EFPIA, des Verbands der europäischen Pharmaindustrie.

Quelle: Presseinformation Medizinische Universität Wien

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