zur Navigation zum Inhalt
 
Gesundheitspolitik 24. August 2005

Kärntner können Patientenverfügung treffen

Die kommenden Monate werden ganz im Zeichen der Aufklärung und Information zum Thema rheumatische Erkrankungen stehen. Der Auftakt erfolgte am 31. März in Wien mit einer Pressekonferenz.

In einer Patientenverfügung wird aufgezeichnet, welche medizinischen Maßnahmen getroffen werden dürfen, wenn man zu einer diesbezüglichen Meinungsäußerung selbst nicht mehr in der Lage sein sollte. Dies betrifft etwa Wiederbelebung oder andere lebensverlängernde Maßnahmen. Die Versorgung mit Essen und Trinken gilt in Österreich nicht als medizinische Maßnahme, sondern als Stillen eines menschlichen Grundbedürfnisses. In Österreich ist jeder Arzt gemäß Ärztegesetz verpflichtet, sein Handeln am Wohl des Patienten zu orientieren und unter Wahrung der Patientenautonomie alle notwendigen Maßnahmen zu treffen, die der Erhaltung dieses Wohls dienen. „Mit der neuen Patientenverfügung, die gleichsam als Vorgriff auf das neue Gesetz in Kärnten eingeführt wird, kann man als Patient aber gewisse Behandlungen ablehnen“, erklärte Gesundheitsreferent LHStv. Peter Ambrozy. Die Gültigkeit werde aber auf drei Jahre beschränkt sein, dazu müsse verpflichtend ein Arzt konsultiert werden, bevor man die Verfügung unterschreibe. Ambrozy wies darauf hin, dass die Palliativmedizin eine immer größere Rolle spielen werde, dies resultiere aus dem medizinischen Fortschritt und der Tatsache, dass die Menschen immer älter würden. Daher sei auch der Bedarf nach Willenserklärungen von Patienten steigend, sagte Patientenanwalt Dr. Erwin Kalbhenn. Nun hoffe man darauf, dass das Gesetz bald Gültigkeit erlange, damit Rechtssicherheit herrsche.

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben