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Gesundheitspolitik 29. November 2005

Diabetesprävention in der Schule kommt gut an

Die Blutzuckermessung im Gesundheitsbus zur Früherkennung von Typ-2-Diabetikern wurde bisher von mehr als 10.000 Personen genutzt. Auch Aufklärung in der Schule greift.

Im Burgenland werden seit dem Jahr 1990 stufenweise umfassende Behandlungs- und Betreuungsstrukturen im Bereich des Typ-2-Diabetes erarbeitet und umgesetzt. Der erste Schritt war die Installierung der „Diabetesschulung Modell Burgenland“, ein flächendeckend strukturiertes Patientenschulungsmodell, das im November 1995 ins Leben gerufen wurde. Mit dem Schuljahr 2004/2005 ist ein weiterer Programmpunkt realisiert worden: das „Informationsprogramm für Jugendliche über Übergewicht und Diabetes“. Schularzt bzw. Ernährungswissenschafterin halten jeweils Vorträge unter medizinischen und Lebensstil-bezogenen Aspekten. Um eine einmalige umfangreiche Erfassung medizinischer Daten aller integrierten Schüler zu ermöglichen, werden parallel dazu medizinisch relevante Daten, wie Gewicht, Blutdruck und Blutzucker, durch die Schulärzte erhoben. Als Koordinator zwischen Landesschulrat und den Schulen, in denen dieses Programm umgesetzt wird, fungiert der Landesschularzt im Auftrag des Landesschulrates. Durch die dem Unterrichtsablauf angepasste Strukturierung kann das Programm ohne großen Aufwand problemlos in den Schulalltag eingebunden werden. Die bisherigen Erfahrungen zeigen große Begeisterung und großes Engagement seitens der Schulärzte, Direktoren und Lehrer, Schüler und Eltern in den Schulen, in denen das Programm bereits komplikationslos umgesetzt wurde. Zukünftig werden auch die BHS und BMS in das Programm integriert, womit jährlich ca. 10.000 Schüler erreicht werden können. Am Ende des Schuljahres 2004/2005 werden ersten Ergebnisse und Auswertungen vorliegen. „Mit den Ergebnissen wird es auch möglich sein, ein reales Profil über den tatsächlichen Gesundheitszustand der burgenländischen Jugendlichen hinsichtlich der er-hobenen Parameter zu erstellen“, resümiert OA Dr. Gerhard Cerny, Internist und Leiter der Diabetesbetreuung „Modell Burgenland“.

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