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Gesundheitspolitik 24. August 2005

Zahnärzte wollen mehrheitlich eigene Kammer

Die Zahnärzte wollen zukünftig„Herren im eigenen Haus sein“. Das Gesundheitsministerium wartet auf die Entscheidung der Ärzte-Gremien.

Bei einer unter notarieller Aufsicht durchgeführten „Urbefragung“ haben sich 52,2 Prozent der Zahnärzte für eine eigene Standesvertretung ausgesprochen, 47,3 Prozent votierten für die Beibehaltung des Status quo. Dieses Ergebnis hat die Ärztekammer vergangene Woche in einer Aussendung mitgeteilt. Über die weitere Vorgehensweise werde nun in den Gremien beraten.
Seitens der Bundeskurie der Zahnärzte in der Ärztekammer hieß es auf Anfrage der Austria Presse Agentur, die Zahnärzte würden es natürlich bevorzugen, „Herren im eigenen Haus zu sein“. Welches Ergebnis die Verhandlungen in den Gremien bringen werden, sei aber offen. Inhaltlich argumentiert werden die Abspaltungs-Wünsche unter anderem damit, dass angehende Zahnärzte gemäß den neuen Bestimmungen kein vollständiges Medizinstudium mehr absolvieren müssen. Zur Einrichtung einer eigenen „Zahnärztekammer“ wäre ein Gesetz und damit die Zustimmung des Gesundheitsministeriums notwendig. Dort will man sich bezüglich der weiteren Vorgehensweise nicht festlegen: Es sei erfreulich, dass nun eine Stellungnahme der betroffenen Ärzte selbst vorliege, hieß es im Büro von Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat: „Wir warten auf eine Entscheidung der Gremien.“

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