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Gesundheitspolitik 22. November 2016

Grüner Mix

Versorgung. Mückstein kritisiert gewinnorientierte Behandlungszentren.

Angesichts der Proteste der Ärztekammer gegen geplante Reformen haben die Grünen ihre Forderungen auf den Tisch gelegt. Gesundheitssprecherin Dr. Eva Mückstein plädierte für einen Mix aus Einzelpraxen, Gruppenpraxen und Versorgungszentren. Die Einzelpraxen sollen gefördert, nicht leichtfertig unter Konkurrenzdruck gesetzt werden. Die Primärversorgungseinheiten und die interdisziplinäre Facharztversorgung sollen ähnlich wie in Deutschland so reguliert und eingeschränkt werden, dass der Schutz kleinerer Versorgungseinheiten und Einzelordinationen gewährleistet ist, forderte die Grün-Politikerin. Mückstein beharrte darauf, dass in der 15 a-Vereinbarung Organisationsformen vorbereitet werden, „die die bisherigen Einzelpraxen und kleinen Einheiten mittel- und langfristig verdrängen werden. Wer sich durchsetzt, wird die Sozialversicherung durch Vertragsvergabe entscheiden.“ Mückstein befürchtet deshalb, dass es in Zukunft nicht mehr Vertrauensärzte geben werde, „sondern profitorientierte Behandlungszentren – je größer, desto besser“.

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