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Gesundheitspolitik 24. August 2005

Musterordination für e-card im Burgenland

Trotz politischer Seitenhiebe wegen eines Rohberichts des Rechnungshofes verkündete der Hauptverband vergangene Woche, dass die Einführung der e-card plangemäß läuft.

„Wir sind bei der Einführung der e-card im Zeitplan und werden dieses Megaprojekt noch heuer mit einem Probebetrieb in einer burgenländischen Arztpraxis starten. Dieses Faktum anerkennt auch der Rechnungshof in seinem jüngsten Rohbericht zu diesem Projekt“, betonte Josef Kandlhofer, Sprecher der Geschäftsführung des Hauptverbandes der österreichischen Sozialversicherungsträger. Sowohl was den Zeitpunkt der Einführung als auch die Budgetvorgaben betreffe, liege man seit dem Neustart des Projektes im Plan. Der Neustart war nach der Kündigung des Vertrages mit dem beauftragten amerikanisch-deutschen Konsortium EDS/Orga durch den Hauptverband im März 2003 notwendig geworden. Im zweiten Anlauf wurde das e-Card-Projekt neu konzipiert, in sechs Teilprojekte zerlegt und neu ausgeschrieben. Alle Teilprojekte wurden bereits vergeben und liegen laut Kandlhofer jetzt im Zeit- und Budgetplan: „Wir haben für alle Teilprojekte ausgezeichnete Partner an Bord geholt und sind auf dem besten Weg, das e-card-System mit all seinen Vorteilen im Laufe des Jahres 2005 für alle ÖsterreicherInnen zur Verfügung stellen zu können.“

Details zum Zeitplan

Zum Status quo erklärte der Hauptverbandssprecher: Das Rechenzentrum sei errichtet und in Betrieb, die Softwareentwicklung werde im September abgeschlossen. Hard- und Software-Tests seien aufgesetzt und finden statt. Die Musterordination im Burgenland geht laut Hauptverband Mitte Dezember 2004 in Betrieb, der Feldversuch startet im ersten Quartal 2005. Laut Plan soll im Laufe des Jahres 2005 der Kartenversand an acht Millionen Versicherte erfolgen und alle 12.000 Arztordinationen online gehen. Kandlhofer: „Die vom Rechnungshof kritisierten Maßnahmen im Herbst 2004 waren Notmaßnahmen und absolut notwendig, um das Projekt auf Schiene zu bringen.“ Der Projektstatus beweise, dass dies gelungen sei.

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