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Gesundheitspolitik 24. August 2005

Medizinethik am Scheideweg

Die Präimplantations-Diagnostik (PID) soll mit starken Einschränkungen erlaubt werden, kündigte Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat bei den diesjährigen Alpbacher Gesundheits-gesprächen an. Gleichzeitig wünsche sie sich, dass die Eugenische Indikation bei Abtreibungen neu diskutiert werde.

Die Frage, ob in vitro erzeugte Embryonen auf genetisch bedingte Krankheiten untersucht werden dürfen, stellt die Gesellschaft wieder einmal vor die essentiellen Fragen: Wann entsteht menschliches Leben? Ab wann kann man von menschlicher Würde sprechen?
„Die Antwort auf diese Frage und – ich sage das ganz ohne Häme – fällt nur den großen christlichen Religionsgemeinschaften leicht“, meinte dazu Rauch-Kallat. Der Forschung aber lasse das derzeit gültige Fortpflanzungsgesetz nur einen sehr geringen Spielraum und sollte daher, versehen mit klaren Restriktionen, erweitert werden, betonte die Ministerin. Damit schloss sie sich der kürzlich veröffentlichen Empfehlung der Bioethikkommission an.
Diese hatte einstimmig den Standpunkt vertreten, dass die PID dann ethisch vertretbar und sogar wünschenswert sei, wenn sie dazu diene, Krankheiten festzustellen, die mit einer Schwangerschaft unvereinbar sind. Explizit angeführt wurden dabei Trisomien der ersten 10 Chromosomen. Uneinig waren sich die Kommissionsmitglieder, ob das auch für einige über die Lebensunfähigkeit hinausgehende Indikationen, wie zum Beispiel Morbus Gaucher, gelten sollte. Eine klare Absage erteilte die Kommission jedenfalls der Nutzung des PID zur positiven Selektion von gewünschten Merkmalen, also zur Produktion von „Designerbabies“. Die Frage, was als lebenswert und nicht lebenswert anzusehen sei, dürfe ebenfalls nicht zur Diskussion stehen, betonte die Kommission (siehe dazu Bericht auf Seite 14). Die Gesundheitsministerin sprach sich in diesem Zusammenhang für ein Überdenken der bisherigen gesetzlichen Regelung (Eugenische Indikation) aus, die den Schwangerschaftsabbruch für kranke und behinderte Kinder bis zuletzt straffrei stellt. „Ich halte das vor allem auch im Hinblick auf unsere Geschichte für verbesserungswürdig“, so Rauch-Kallat. Es dürfe kein sozialer Druck zur Abtreibung behinderter Kinder entstehen.

  • Herr Doctor Nabil Deeb, 22.01.2011 um 18:49:

    „PID–Trias & Konnexität zwischen ärztlicher Tätigkeit und der Überzeugung von Würde und Schutzwürdigkeit menschlichen Lebens von der Zeugung an .

    Nabil DEEB
    Arzt – Physician – Doctor
    PMI-Ärzteverein e.V.
    53140 Bonn

    Die Stellungnahme der deutschen Wissenschaftsakademien für eine begrenzte Zulassung der Präimplantationsdiagnostik (PID) stößt z. Z. in Deutschland auf heftige Kritik .

    Im Bundestag müssen die bisherigen drei Anträge zur Präimplantationsdiagnostik (PID) eine Rechtsicherheit für die betroffenen Frauen / Paare und die behandelnden Ärzte garantieren.

    PID – Trias : Gewissensentscheidung der Frau , Schutzwürdigkeit menschlichen Lebens, Konnexität zwischen ärztlicher Tätigkeit und der Überzeugung von Würde und Schutzwürdigkeit menschlichen Lebens von der Zeugung an .

    Das neue Gesetz Präimplantationsdiagnostik (PID) muss zumindest folgende PID- Trias enthalten und garantieren :-

    1.-Gewissensentscheidung der Frau ,

    2. - Schutzwürdigkeit menschlichen Lebens;

    3.- Konnexität zwischen ärztlicher Tätigkeit und der Überzeugung von Würde und Schutzwürdigkeit menschlichen Lebens von der Zeugung an .


    Literatur beim Verfasser


    Mit freundlichen kollegialen Grüßen

    Ihr

    Nabil DEEB
    Arzt – Physician – Doctor

    PMI-Ärzteverein e.V.
    Palästinamedico International Ärzteverein – ( P M I ) e.V.
    Palestine Medico International Doctors Association ( P.M.I.) registered association

    Department of Medical Research
    Département de la recherche médicale

    P.O. Box 20 10 53
    53140 Bonn – Bad Godesberg / GERMANY

    &

    Nabil DEEB
    Arzt – Physician – Doctor

    PMI-Ärzteverein e.V.
    Palästinamedico International Ärzteverein – ( P M I ) e.V.
    Palestine Medico International Doctors Association ( P.M.I.) registered association

    Department of Medical Research
    Département de la recherche médicale

    P.O. Box 10 01 35
    53439 Bad Neuenahr / GERMANY

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