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Gesundheitspolitik 1. Dezember 2005

Die Europäische Versicherungskarte ist Realität

Seit 1. Juli 2004 hat jede in einem EU-Mitgliedstaat, EWR-Staat und der Schweiz anspruchsberechtigte Person das Recht auf aushilfsweise medizinische Sachleistung direkt beim Leistungserbringer.

Die Verwendung der Europäischen Versicherungskarte im Ausland un-terliegt zahlreichen Vorgaben. In jedem Fall muss die vom einem Arzt zu erbringende Sachleistung entsprechend der voraussichtlichen Aufenthaltsdauer des Patienten medizinisch erforderlich sein. Der Patient muss einen gültigen Anspruchsnachweis vorlegen und darf nicht zum Zwecke einer Behandlung eingereist sein. Es ist erforderlich, dass der Arzt die Identität des Patienten überprüft und die medizinische Notwendigkeit der Leistungen im Hinblick auf seine Aufenthaltsdauer beurteilt. Als Verrechnungsgrundlage ist ein Formblatt (Formblatt und Ausfüllhilfen finden Sie im Internet unter www.sozialversicherung.at) auszufüllen, um die erbrachten Leistungen ordnungsgemäß und nachvollziehbar dem zuständigen Versicherungsträger in Rechnung stellen zu können. Bei Einhaltung dieser Vorgangsweise ist eine Ab-rechnungsgarantie gegeben. Um die Abrechnung zu ermöglichen, übermittelt der Vertragsarzt die Erklärung der örtlich zuständigen Gebietskrankenkasse binnen der für die Übermittlung von Krank-meldungen vereinbarten Frist. Aus praktischen Gründen wird die Übermittlung mit den Krankmeldungen empfohlen, für Zahnbehandler mit der Abrechnung, sofern kein Folgebeleg ausgestellt wurde. Der behandelnde Arzt sollte für sich eine Kopie der Erklärung für Dokumentationszwecke anfertigen.

Mag. E. Kotschy, Ärzte Woche 27/2004

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