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Gesundheitspolitik 24. August 2005

Bewegung auf Rezept

Mehr Radfahren und Zu-Fuß-Gehen nach ärztlich verordneter Rezeptur wird von Patienten gut angenommen.

Auch kurze Strecken werden heute oft mit dem Auto und nicht zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt. Die Folgen sind schwerwiegend: schlechte Luft in unseren Städten und zu wenig Bewegung bei einem hohen Prozentsatz der Bevölkerung. Durch zahlreiche Aktionen und Maßnahmen ist es der „Verkehrspargemeinde Langenlois“ in den letzten Jahren gelungen, der Bevölkerung umwelt- und gesundheitsfreundliche Fortbewegungsarten schmackhaft zu machen und die Zahl der Autofahrten zu reduzieren. Unter anderem stellten Langenloiser Ärzte „Rezepte zum Wohlbefinden“ aus, auf denen sie „flotte Fußmärsche“ in entsprechender Dosierung verschrieben. Dr. Roswitha Kuchelbacher, Ärztin für Allgemeinmedizin in Langenlois: „Wir wissen heute, dass regelmäßige Bewegung zahlreiche positiv Effekte auf die Gesundheit hat. Meist ‚verordne‘ ich meinen Patienten 30 Minuten flotten Fußmarsch dreimal pro Woche. Ideal wäre es natürlich, sich täglich eine halbe Stunde zu bewegen.“

Rezepte zum Wohlbefinden

Laut Kuchelbacher werden die „Rezepte zum Wohlbefinden“ von den Patienten gut angenommen. „Es bringt sie dazu, sich mehr zu bewegen und weniger Auto zu fahren“, erklärt die Ärztin. Wichtig für das Gelingen solcher Aktionen sei freilich, dass es attraktive Gehwege gibt. „In Langenlois ist dies der Fall“, so Kuchelbacher. Ein ähnliches Projekt haben die „Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz Schweiz“ entwickelt. „Leben in Bewegung“ versucht, PatientInnen durch regelmäßige kurze Beratungen (etwa im Rahmen von Blutdruckkontrollen) zu motivieren, sich im Alltag körperlich zu bewegen (30 Minuten täglich). Projektleiter Dr. Ludwig Cebulla: „Die Patienten erhalten Informationen über die Bedeutung körperlicher Bewegung für ihre Gesundheit sowie Wochenpläne, mit denen sie sich ihr tägliches Bewegungsprogramm zusammenstellen. Ziel ist es, dass möglichst viele Wege zur Arbeit, zum Einkaufen oder in der Freizeit zu Fuß, mit dem Fahrrad oder auf andere körperlich aktive Weise zurückgelegt werden.“ Die Beratung dauert im Idealfall ein Jahr, um nachhaltige Veränderungen bei der Bewältigung der Alltagswege zu erreichen.

Nähere Informationen: www.vspar.at;
Mag. Michael Praschl (Projektbegleitung, Mobilitätsmarketing): Tel.: 01/494 80 60, Mail: praschl@aon.at.

Dr. Ludwig Cebulla: Tel. 0041/33 654 07 72, Mail:

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