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Gesundheitspolitik 24. August 2005

Ärzte fordern dringend neue Ausbildungsordnung

Der Bildungsausschuss der Ärztekammer beklagt „Untätigkeit“ des Gesundheitsministeriums bei der Neuregelung der „Ärzte-Ausbildungsordnung“.

Dicke Luft gibt es zur Zeit zwischen der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK) und dem Gesundheitsministerium. Dr. Hubert Hrabcik, Generaldirektor für öffentliche Gesundheit im Ministerium, zu den Vorwürfen der ÖÄK in einer Aussendung: „Von Untätigkeit kann keine Rede sein. Es gibt laufend Gespräche zum Inhalt der neuen Ausbildungsordnung. Das letzte hat am 30. April stattgefunden.“ Im Vordergrund stehe die Gesundheitsreform, auf die sämtliche Regelungen abzugleichen seien. Man würde nicht aus „Jux und Tollerei“ die Dinge verzögern, so Hrabcik. Außerdem sei es unrichtig, nur mit einer neuen Verordnung eine moderne, qualitätsgesicherte Ausbildung sichern zu können, wie die Ärztekammer behauptet habe. Schon jetzt sei die Ausbildung der Ärzte qualitätsgesichert. Das Ministerium habe der Ärztekammer den Auftrag gegeben, die Zahl der Sonderfächer, die im ersten Entwurf zu hoch gewesen sei, neu zu überdenken. Ende März sei dann ein neuer Entwurf von der Ärztekammer eingelangt, über den man am 30. April gesprochen habe.

Die Ärzte sehen das anders: Seit Februar 2003 liege der Entwurf der Ärztekammer für eine neue Ausbildungsordnung „schubladisiert im Ministerium“. Trotz „unzähliger Urgenzen“ der Ärztekammer im Ministerium, die Ausbildung angehender Allgemeinmediziner und Fachärzte qualitätsgesichert zu modernisieren, sei das zuständige Ressort untätig geblieben. Seitens der Ärztekammer sei vorgesehen, diese Ausbildungsinhalte noch im Juni 2004 zu beschließen. Bisher aber würde das Ministerium eine nötige moderne, qualitätsgesicherte Ausbildung der Ärzte blockieren. Hrabcik dazu: „Noch im Mai wollen wir uns wieder mit den Ärzten zusammensetzen, um Klarheit zu schaffen.“

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