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Gesundheitspolitik 24. August 2005

„Tut gut“: Kampagne für gesunden Lebensstil

Gesundheitsvorsorge auf breiter Basis propagiert eine mit Jahresbeginn gestartete Kampagne. Schwerpunkt 2004 ist gesunde Ernährung.

Die Kampagne „Tut gut“ fungiert als Dach für bestehende Initiativen zur Gesundheitsvorsorge, „die damit auch breiter bekannt werden“, erklärt Dr. Johannes Püspök, ärztlicher Leiter des Moorheilbades Harbach, der das medizinische Konzept mitgestaltet hat. Neben der Ärztekammer für NÖ und dem niederösterreichischen Gesundheitsforum engagieren sich auch die Umweltberatung, der NÖGUS, die Donauuniversität Krems, das Europäische Zentrum für Umweltmedizin, die Niederösterreich-Werbung und die Sportunion für dieses junge Projekt. Damit sei sichergestellt, so Püspök, dass sich unabhängig von den Aktionen und Angeboten der Kampagne auch neue Initiativen in verschiedenen Regionen bilden. Auch auf eine enge Kooperation mit Gemeinden und Schulen wird Wert gelegt. Ein Ziel der Kampagne ist, sämtliche Gesundheits- und Wellnessangebote in Niederösterreich zu vernetzen bzw. besser bekannt zu machen.

Hausärzte als Multiplikatoren

„Hausärzte sind in der Gesundheitsvorsorge vor Ort von großer Bedeutung“, betont Püspök. Sie können sich beispielsweise in den „Gesunden Gemeinden“ mit Vorträgen und Gesundheitstagen einbringen bzw. als unverzichtbare Multiplikatoren für die Hauptbotschaften der neuen Kampagne fungieren. Thematischer Schwerpunkt des heurigen Jahres ist Ernährung. Dabei soll auch der Konsum regionaler, saisonaler und biologischer Produkte forciert werden bzw. die Esskultur und das „slow food“ wieder einen stärken Stellenwert bekommen. Diplomierte DiätassistentInnen sind in die Aktivitäten eingebunden. Das Informationsangebot ist breit angelegt, unter anderem gibt es ein kostenloses Rezeptbuch. Bereits über 10.000 Abonnenten erhalten vierteljährliche Updates für einen Informationsordner. Ein „Besser essen-Telefon“ (02742/226-55) steht zur Verfügung, zahlreiche Veranstaltungen runden das Spektrum ab.

Ein Schwerpunkt ist dem Thema Diabetes gewidmet, in Niederösterreich sind 30.000 Menschen davon betroffen. Einerseits soll die Krankheit „ent-banalisiert“ werden, so Püspök, denn „ein bisschen Zucker“ werde noch oft als unvermeidbare und nicht bedrohliche Alterserscheinung wahrgenommen. Andererseits sollen Betroffene und deren Angehörige in Selbsthilfegruppen Unterstützung erhalten. In diese Aktivitäten sind Hausärzte beson-ders stark eingebunden. Für Jahr 2005 steht der Schwerpunkt „Bewegung“ auf dem Programm mit Aktivitäten in Schulen und Betrieben sowie Sportvereinen. Vierte Säule der Kampagne ist neben Bewegung, Ernährung und Vorsorge das Themenfeld Entspannung.

„Wesentliche Ziele der Kampagne sind, die Eigenverantwortlichkeit der Menschen bezüglich Gesundheit zu verstärken und die Selbstreflexion des Lebensstils zu unterstützen“, unterstreicht Püspök. Damit soll auch eine stärkere regelmäßige Inanspruchnahme der kostenlosen Gesundenuntersuchung bewirkt werden. Momentan nutzen dieses Angebot nur knapp vier Prozent der Niederösterreicher. Informationen gibt es auch im Internet unter www.tutgut.info. Neben einem Überblick aller geplanten Veranstaltungen wird dort auch die Möglichkeit geboten, zu den Themen Bewegung, Ernährung, Entspannung und Gesundenuntersuchungen sowie zur Kampagne selbst alle Materialien zu bestellen.

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