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Gesundheitspolitik 24. August 2005

Prophylaktische Mastektomie

Wird eine Mutation des BRCA 1- oder BRCA 2-Gens festgestellt, gibt es derzeit zwei Therapieoptionen: ein eng maschiges Früherkennungsprogramm und die prophylaktische Mastektomie (PM) bzw. Ovarektomie.

Die relative Risikominimierung der PM wird mit 90 Prozent angegeben. Eine individuelle Erkrankungswahrscheinlichkeit kann jedoch nur mit einem großen Unsicherheitsfaktor bzw. in einem weiten Streuungsbereich von 50 bis 90 Prozent bestimmt werden. In Österreich entschieden sich bisher 11 Prozent der identifizierten Mutationsträgerinnen für die vorbeugende Entfernung der Brust. Der weitaus größere Teil wählte (vorerst) das Früherkennungsschema.
Die drastische Therapieempfehlung macht deutlich, dass die Vorbereitung auf die Untersuchung wie auch die Nachbetreuung höchst sensibel ist. Bei den Gentests nimmt die Familienanamnese durch Spezialisten eine Schlüsselrolle ein. Sie soll zu einer präzisen Risikoabschätzung, einer effektiven genetischen Beratung und zu angemessenen medizinischen Folgenuntersuchungen und Interventionen führen.

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