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Gesundheitspolitik 1. Dezember 2005

Hospizstation in Lainz mit Förderpreis ausgezeichnet

Exakte Dokumentation bietet einen genauen Überblick über den quanti tativen und qualitativen Aufwand für medizinische und betreuerische Leistungen.

Die Station für Palliativmedizin im Krankenhaus Wien-Lainz ist mit 14 Betten österreichweit die größte Einrichtung zur Betreuung unheilbar kranker und sterbender Menschen in einem Schwerpunktspital. Im Vordergrund der Betreuung durch ein interprofessionelles und interdisziplinäres Team stehen eine effiziente Schmerztherapie und die Linderung von körperlichen Beschwerden und psychosozialen
Problemen unter Einbeziehung der Familie des Betroffenen.
In der mit dem Österreichischen Förderpreis für Palliativmedizin 2003 prämierten Arbeit (M. Werni et al.) wurden sowohl die medizinischen Leistungen als auch das vielschichtige Betreuungsangebot wie Angehörigenbegleitung, psychologische und seelsorgerliche Betreuung und physiotherapeutische Maßnahmen über einen Beobachtungszeitraum von einem Jahr bei 135 Patienten quantitativ und qualitativ erfasst.
Durch eine adäquate Schmerzlinderung (bei 20 Prozent der Patienten nur durch Schmerzpumpen möglich), Mobilisierung und Aktivierung der Patienten sowie Schulungen der Angehörigen konnten 35 Prozent der Patienten von der Palliativstation entlassen werden.
Tagsatz-Finanzierung
Hintergrund der detaillierten Aufwandserhebung: Die derzeitige Verrechnung der stationären Palliativeinrichtungen in Österreich erfolgt über eine Tagsatz-Finanzierung. Eine kostenintensive Diagnostik und Therapie und die personalintensive Betreuung werden hingegen nicht berücksichtigt.

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