zur Navigation zum Inhalt
© Ärztekammer für Wien/Stefan Seelig
ÖVP-Frontmann Manfred Juraczka möchte ein Nebeneinander von Primärversorgungszentrum und Einzelpraxis.
 
Gesundheitspolitik 21. September 2015

VIDEO: Er will schnell 300 Kassenverträge

Die Ärzte müsse man wertschätzen, meint Manfred Juraczka.

Manfred Juraczka hat einen der undankbareren Jobs in der ÖVP übernommen. Er muss zweistellig bleiben und will in die Regierung. Der Hausarzt werde zu wenig wertgeschätzt, sagt er.

Manfred Juraczka weiß, wo er spricht. In der Ärztekammer für Wien zu fordern, dass „wir sehr rasch diese 300 Kassenverträge beim Hausarzt, die wir für eine wachsende Stadt zusätzlich brauchen, umsetzen“, ist im Fußballjargon so etwas wie ein frühes 1:0. Der Hausarzt als Rückgrat des Wiener Gesundheitssystems bleibt während des gesamten Diskussionsabends zentrales Thema. Juraczka spricht von „Wertschätzung“ und warnt vor dem geplanten PHC-Gesetz: „Man versucht, durch die Hintertür den klassischen Hausarzt auszuhöhlen. Dann halte ich viel mehr von Gruppenpraxen, wo die Ärzte selbst freie Unternehmer sind und nicht Angestellte. Ansonsten sehe ich die ,Medical Center’ nicht absolut negativ, aber sie können nur ein ,Add-On’ sein und sicher nicht den niedergelassenen Arzt substituieren.“ All das hört man gern als Standesvertreter.

Beim Krankenhaus Nord habe er das Gefühl, dieses werde „irgendwann einmal zum Berliner Flughafen Wiens“. Die Kosten seien von 700 Millionen Maximum auf 900 Millionen gestiegen, wobei aber die Medizintechnik nicht einberechnet sei. Von einer Eröffnung gehe er frühestens 2018 aus.

Wie kann man Menschen mit Schnupfen vom Ambulanzbesuch abhalten? Der ÖVP-Kandidat meint: „Man sollte in der Prävention generell mehr tun. Mit Anreizen, nicht mit Verboten. Die Schweinsbratendiskussion ist gefährlich.“

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben