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Gesundheitspolitik 23. August 2015

Das Kur-Mysterium

Aus Zusatzurlaub soll Aktiv-Erholung werden.

Ein altösterreichisches Relikt, die Kur, steht auf dem Prüfstand: Hauptverbands-Chef McDonald will sie modernisieren, mehr Transparenz wäre ebenfalls wünschenswert.

Der Geschäftsführer des Heilbäder- und Kurortverbandes, Kurt Kaufmann, steht der Forderung von Hauptverbands-Chef Peter McDonald aufgeschlossen gegenüber. Der Eindruck von der Kur als Volkssport oder Zusatzurlaub „stimmt schon lange nicht mehr“, meint Kaufmann. Er berichtete, dass mehr auf Bewegung und psychologische Betreuung Wert gelegt werde. Was allerdings im Widerspruch zu einer profil-Reportage steht, in der sich u. a. der Hausarzt-Vertreter Dr. Christian Euler beschwert, dass übergewichtige Patienten nach der Kur noch mehr wiegen als zuvor.

Jan Oliver Huber, Generalsekretär der Interessensvertretung Pharmig, meint, dass einzelne Leistungen überprüft werden müssten, ob sie noch zeitgemäß sind, aktuell ob die heutige Form der Kur noch ihrem ursprünglichen Sinn entspricht. Eben das stellt McDonald, der eine „Vollkasko-Mentalität“ der Österreicher kritisiert, in Abrede: „Die Kur ist nicht mehr zeitgemäß.“ Eine Kur koste 1900 Euro koste, diese Investition müsse sich für die Versicherungsgemeinschaft lohnen.

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